Gegen den SV Meppen will der Goslarer SC endlich dreifach punkten

Vorschau auf den 30. Spieltag der Regionalliga Nord

Der Frühling ist da, doch noch immer leidet die Regionalliga Nord unter den Spielausfällen des langen Winters. Vor dem 30. Spieltag wird Hannover 96 II als am meisten beschäftigte Mannschaft gerade einmal mit 26 absolvierten Partien geführt. Das Gros der Teams war bislang 23 oder 24 Mal in einem Pflichtspiel aktiv, der Goslarer SC und der FC Oberneuland haben erst 23 Duelle ausgetragen. Doch immerhin: An diesem Wochenende gibt es das volle Programm mit acht Duellen, und weitere Ausfälle scheinen auch nicht zu befürchten. Zudem empfängt der VfB Lübeck den Hamburger SV II zu einem Spiel ohne Wertung (Sa., 12 Uhr).

Goslarer SC – SV Meppen (Fr., 18 Uhr).
Der Gastgeber verlor unter der Woche mit 1:3 gegen Werder II (Tore: Eilers – Wurtz (2), Eigentor Schulz). Die Niederlage war natürlich nicht geeignet, die Lage der Harzer zu verbessern. Nachdem Goslar lediglich zwei Punkte aus den fünf Partien dieses Jahres geholt hatte, fiel das Team auf den 13. Rang zurück. Immerhin: Der GSC hat mehr Nachholspiele zu absolvieren als die anderen Mannschaft. Das Duell mit dem direkten Verfolger aus Meppen bietet sich wohl besonders an, um mit den ersten drei Punkten einen Befreiungsschlag zu landen. Die Emsländer feierten beim torlosen Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg II zuletzt allerdings einen Achtungserfolg und sind nun seit drei Partien ungeschlagen.

Holstein Kiel – Werder Bremen II (Fr., 19 Uhr).
Während die Bremer beim 3:1 in Goslar eine souveräne Vorstellung ablieferten, mussten die Störche alles geben beim 4:2-Auswärtssieg gegen St. Pauli II (Tore: Sykora (2), Kazior, Johansen - Lämmerhirt, Pini). In Hamburg war der Spitzenreiter nämlich zwei Mal in Rückstand geraten, ehe er sich durchsetzte. An seiner Favoritenrolle gegen die Bremer dürfte dies indes nichts ändern: Keine andere Mannschaft wirkt so stabil wie Holstein Kiel, während die einst zu den Verfolgern zählenden Bremer zuletzt an Boden verloren. In Kiel setzt man nun auch auf personelle Kontinuität: Trainer Thorsten Gutzeit verlängerte seinen Vertrag gerade bis 2015. „Es war wichtig für uns, diese Personalie vor dem Saison-Endspurt zu klären“, so Andreas Bornemann, sportlicher Leiter des Vereins.

SV Wilhelmshaven – Hannover 96 II (Fr., 19 Uhr).
Der Gast aus Hannover musste seine Rolle als Verfolger von Holstein Kiel zuletzt aufgeben und fiel auf den dritten Tabellenplatz zurück. Mit dem zweiten Sieg in Folge würde die Mannschaft von Trainer Valerien Ismael aber zumindest bis Sonntag den Tabellenzweiten TSV Havelse überholen. Beim Gastgeber muss man sich nach einigen durchwachsenen Auftritten dagegen ganz anderen Problemen stellen: Als Zwölfter zählt der SVW mittlerweile zu den Teams mit Kontakt zur Abstiegszone.

VfL Wolfsburg II – FC Oberneuland (Sa., 14 Uhr).
Ein Spitzenspiel, angesichts der aktuellen Form. Der Gastgeber ist nun seit sechs Spieltagen ohne Niederlage und belegt den vierten Rang. Sein Gegner kommt zwar von Platz 15, gewann aber stattliche 13 Zähler aus den letzten fünf Partien. Trotzdem will Lorenz-Günther Köstner mit seinem jungen Team drei Punkte einfahren. „Wir waren in den vergangenen vier Jahren die beste U 23-Mannschaft und sind bestrebt, dieses Ziel auch in dieser Saison unbedingt zu erreichen“, so der VfL-Trainer. Noch liegen vier Punkte zwischen den Wolfsburgern und Hannover 96 II. Der VfL befindet sich allerdings auch mit drei Nachholspielen im Rückstand.

FC St. Pauli II - Victoria Hamburg (Sa., 14 Uhr).
Ein Heimspiel für beide Mannschaften: Das Derby steigt im Stadion Hoheluft, in dem auch die Victoria ihre Heimpartien austrägt. Nach dem Befreiungsschlag gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden (4:2) am vergangenen Wochenende peilt die Mannschaft von Victoria-Trainer Lutz Göttling nun den zweiten Dreier in Folge an, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten. Denn noch trennen die Victoria vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz. Allerdings: Die 2:4-Niederlage des FC St. Pauli II gegen Holstein Kiel war eine Ausnahme. Als Abstiegskandidat in dieses Jahr gestartet, legte der Nachwuchs der Kiezkicker eine beeindruckende Serie hin und kletterte auf Rang acht.

BSC Schwarz-Weiß Rehden – ETSV Weiche Flensburg (Sa., 15 Uhr).
Nach zwei Niederlagen in Folge möchte der Gastgeber wieder in die Spur finden und den neunten Tabellenplatz verteidigen. Allerdings ist eine auswärtsstarke Mannschaft zu Gast: Seit dem September 2012 ist Weiche auf fremden Platz ungeschlagen. Die vergangenen fünf Auswärtsbegegnungen des ETSV endeten allesamt Unentschieden – ebenso wie das Heimspiel gegen den BV Cloppenburg am Mittwoch (0:0).

BV Cloppenburg – VfR Neumünster (Sa., 15 Uhr).
Trotz des torlosen Remis in Flensburg: Der Gastgeber ist nach wie vor für seine torreichen Spiele bekannt. Im Heimspiel gegen Neumünster könnte angesichts einer aktuellen Bilanz von 45:52 Toren der 100. Treffer mit Beteiligung des BVC fallen. Nachdem er zuletzt pausieren musste, soll Cloppenburgs Torjäger Rogier Krohne (21 Treffer) wieder mit von der Partie sein. Der Gast aus Neumünster kommt mit der Empfehlung eines 1:1-Unentschieden bei Werder Bremen II.

TSV Havelse – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr).
Der Tabellenzweite möchte dran bleiben am Spitzenreiter. „Unser Ziel ist es, Kiel noch etwas zu ärgern. Mittlerweile können wir auch Partien, in denen wir nicht unsere beste Leistung zeigen, im Stile einer Spitzenmannschaft gewinnen“, sagt TSV-Trainer André Breitenreiter. Derzeit trennen Havelse acht Punkte und ein Nachholspiel vom Tabellenführer. Der Gast aus Oldenburg kassierte zuletzt eine schmerzhafte 0:1-Niederlage gegen den HSV II (Torschütze: George Kelbel, 63.). Er ist nun auf Rang zehn platziert.