Göttinger Mädchenfußball-Projekt erhält Integrationspreis

Förderung des Mädchenfußballs in sozialen Brennpunkten überzeugt die Jury

Göttingen (bo). Ein Projekt zur Förderung des Mädchenfußballs in sozialen Brennpunkten in Göttingen erhält einen Integrationspreis des Deutschen Fußball-Bundes. Aus 234 Bewerbungen nominierte die Jury unter anderen das Göttinger Projekt „Kick In“, teilte die Stadt Göttingen jetzt mit. Der Preis wird in den Kategorien „Verein“ und „Schule“ vergeben. Zudem gibt es einen Sonderpreis.
Die endgültige Reihenfolge der drei Preisträger pro Kategorie werde erst bei der Preisverleihung am 28. März bekannt gegeben, hieß es. Zur Jury gehören unter anderen mit DFB-Präsident Theo Zwanziger, der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer (CDU).
Entstanden ist das Projekt „Kick In“ den Angaben zufolge auf Initiative des städtischen Frauenbüros aus dem „Girls Kick Göttingen“, einem jährlich veranstalteten Fußballturnier für Mädchen mit 600 Schülerinnen der 6. bis 8. Klassen. Die Gründerinnen wollten erreichen, dass die Mädchen auch weiterhin im Fußball aktiv bleiben. Kern des Projekts ist die Ausbildung von „Mädchen-Tandems“ zu Schulsport-Assistentinnen. Bei der speziell entwickelten Ausbildung lernten die Mädchen, selbst fußballerische Angebote an der Schule zu machen. Um die Integration zugewanderter Mädchen zu fördern, besitzt jeweils eines der Mädchen einen Migrationshintergrund. Die Stadt und der Landkreis Göttingen, das sportwissenschaftliche Institut der Universität sowie Sport- und Fußballverbände unterstützen das Projekt.