Goslarer SC beendet mit 2:1 die Niederlagenserie

Regionalliga: Beim SV Wilhemshaven Partie noch gedreht

Mit einem 2:1 (1:1) beim SV Wilhelmshaven hat der Goslarer SC die Serie von zuletzt drei Niederlagen gestoppt und kann nun ohne großen Druck dem kommenden Samstag entgegenblicken, wenn der BSV Rheden seine Visitenkarte in der S-Arena abgeben wird. Dabei sah es nach nicht einmal zwei Minuten im Spiel bei Wilhelmshaven so aus, als würde den Kaiserstadt-Kickern das Pech weiter am Fußball-Schuh kleben. Quasi der erste Angriff der Platzherren erwischte Tim Rubink auf dem falschen Fuß, seine Attacke traf statt des Balles den Gegner und Max Kremer nutzte die Chance und brachte Wilhelmshaven per Elfmeter 1:0 in Front (2.).
„Wieder ein unglücklicher Start“, hatte GSC-Trainer zwar zunächst Grund zu klagen, doch „wie wir dann diesen Nackenschlag verarbeitet haben und direkt zurück gekommen sind, da muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen.“ Der Strafstoß war zwar auch aus seiner Sicht vollkommen berechtigt, aber der Sieg des GSC war genauso „haushoch verdient“. Dabei machte sich nicht der kollektive Wille bemerkbar, auch das Comeback von Mirhudin Kacar und Justin Eilers in der Startelf. Kacar attestiert Eulberg nicht nur die nötige Ruhe und Abgeklärtheit, er lobt auch seine Präsenz und Übersicht. „Ein deutlicher Qualitätsgewinn“, sagt er, genauso wie der Einsatz von Eilers. „Er ist eine enorme Belebung in der Spitze und sorgt für viel Entlastung“, so der Trainer. Allerdings war Eilers, als er nach 79. Minuten ausgewechselt wurde, auch „mausetod“, wie Eulberg salopp formulierte.
Mit Corvin Behrens und Tezcan Karabulut auf den Außenpositionen, Karsten Fischer als zentraler Schaltstelle, zeigte der GSC nach Eulbergs Meinung genau die richtige Mischung aus spielerischer Qualität und Kampf. Dennoch bedurfte es etwas Geduld, bis Blerim Rrustemi zunächst den Ausgleich erzielte. Nach einem weiten Einwurf konnte Wilhelmshavens Keeper nur wegfausten, Rrustemi war zur Stelle und nickte zum überfälligen 1:1 ein (32.).
Den Siegtreffer landete wieder einmal der in dieser Saison bislang zumeist großartig aufspielende Karabulut. Mit einer sehenswerten Einzelleistung tanzte er von der rechten Flanke ein, zwei Gegner aus und zog dann unwiderstehlich zum Siegtreffer ab (65.). Zwar gab es noch ein paar kleine Chancen, doch ein weiterer Treffer sollte nicht mehr fallen. „Wir haben heute einen Riesenschritt gemacht“, sagte Eulberg, „und sind auf dem besten Wege, richtig in der Regionalliga anzukommen.“ Nicht nur die Fans wünschen sich für kommenden Samstag eine Bestätigung dieser Aussage im Spiel gegen Rheden.

Goslarer SC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Slavomir Lukac, Alessandro Caruso, Peter Endres – Mirhudin Kacar, Blerim Rrustemi – Tezcan Karabulut (79. Garrit Golombek), Karsten Fischer, Corvin Behrens (85. Mazan Moslehe) – Justin Eilers (79. Christopher Kolm).

Tore: 1:0 Kremer (2./Foulelfmeter); 1:1 Rrustemi (32.); 1:2 Karabulut (65.)

Schiedsrichter: Dirk Wijnen (Hannover), Björn Förster, Marcel Weinert.

Zuschauer: 350

Gelbe Karten: Alassani – Lukac, Karabulut