GSC 08 hat beim 4:1 gegen Heeslingen keine Mühe

Oberliga Niedersachsen: Revanche für Hinspielniederlage geglückt / Morgen Nachholspiel gegen Ottersberg

Mit einem klaren 4:1 (3:0) revanchierte sich der Goslarer SC in der Fußball-Oberliga beim TuS Heeslingen für die 1:2-Pleite im Hinspiel recht deutlich. Die Gäste hatten dabei nicht nur Glück zum Ehrentreffer gekommen zu sein, auch hätten sie nicht klagen dürfen, wenn die Niederlage um zwei, drei Tore deutlicher ausgefallen wäre.

Von Camillo Kluge

Goslar. Gleich mehrfach waren die Goslarer minimal im Abseits, so auch bei dem schönen Seitfallzieher von Ucar, der das 5:0 bedeutet hätte. Bei einigen weiteren sehenswerten Möglichkeiten wurden die Kaiserstadt-Kicker zurück gepfiffen, bevor sie zum Abschluss ansetzten. Dennoch gestand GSC-Trainer Manfred Wölpper: „So einfach hatte ich mir das nicht vorgestellt.“ Zuvor hatte er noch gewarnt vor der Gefährlichkeit der Gäste, vor allem bei Standards. Und trotz des frühen 1:0 durch Hofer bereits in der zweiten Minute, der eine Chance zum Abstauben nach einem Lattentreffer nutzte, kam im GSC-Spiel zunächst keine Ruhe auf. Die ungestüm anrennenden Gäste fielen häufig spektakulär und kamen zu Freistößen in der GSC-Hälfte. Allerdings stand die Defensive des GSC einwandfrei. Keeper Nico Lauenstein brauchte sich nicht einmal richtig zu strecken.
Richtiger Spielfluss kam bei Goslar selten auf. Der Platz war wieder sehr holprig, so dass der GSC nur Fahrt aufnahm, wenn wirklich kurz und genau in den Fuß der Mitspieler gepasst wurde. Maaßen, wieder auf dem linken Flügel im Einsatz, leitete ein Zuspiel steil auf Ucar weiter, dieser legte den Ball Sajbidor in den Fuß. Sajbidor ließ mit Ball einen Gegner stehen und versenkte aus halblinker Position zum 2:0 (30.).
Doch waren solche Aktionen einfach zu selten, denn wenn Heeslingen auch spielerisch und technisch nicht die versierteste Truppe der Liga ist, der Gast gab nie auf. Dennoch passierten Schnitzer wie der Aussetzer vom langen Bremer, der sich nach einem Einwurf von Ucar düpieren ließ. So frei gespielt schoss Ucar über Gästekeeper Lemke den Ball unter die Latte (44.).
Eine Stärke des GSC ist die Kondition der Spieler. Nimmermüde rackern und ackern sie, gehen auf den Ball führenden Gegner. Das zahlte sich auch gegen Heeslingen aus. Der Gast fand nach vorne keine Anspielstation, und gleich drei der Kaiserstadt-Kicker rückten den beiden Innenverteidigern und dem Torwart auf die Pelle. Als Keeper Lemke dann den Ball einfach nur noch weg dreschen wollte, war es zu spät. Hofer warf sich dazwischen und vom Rücken des Österreichers prallte der Ball als Bogenlampe ins Tor zum 4:0 (53.).
Auch wenn der Gegentreffer wenige Minuten vor Spielende zu verkraften ist, unnötig war er dennoch. Zunächst unterlief Pett im Mittelfeld ein leichter Fehler, dann konnte Kucevic gleich zwei nicht ernsthaft angreifende Goslarer am und im Strafraum austanzen und mit einem Schuss ins lange Eck das Resultat etwas freundlicher aus Sicht des TuS gestalten.
Trainer Wölpper war dennoch zufrieden. „In der ersten Hälfte waren wir an Effizienz, die uns sonst immer fehlte, ja nicht zu überbieten“, freute er sich. Die Niederlage in Emden ist definitiv verkraftet und nun erwartet Goslar mit breiter Brust Ottersberg am Mittwoch zum Nachholspiel.


Goslarer SC: Nico Lauenstein - Slavomir Lukac, Ihsan Kalkan, Christopher Kolm, Nils Pölzing - Peter Endres (56. Steve Ridder), Martin Pett - Filip Sajbidor, Suri Ucar, Enrico Maaßen (72. Alexander Scheinpflug) - André Hofer (68. Tezcan Karabulut)

Tore: 1:0 André Hofer (2.); 2:0 Filip Sajbidor (30.); 3:0 Suri Ucar (44.); 4:0 André Hofer (53.); 4:1 Sead Kucevic (86.).