Handball-Damen ziehen Kopf aus der Schlinge

Die 1. Damen des MTV Seesen konnte einen überaus wichtigen Sieg einfahren und schickte die HSG Northeim II mit 17:15 (6:9) nach Hause.

Seesen (AB). Dabei stand das Spiel für die Kurzawa-Mädels unter keinem guten Stern. Beim Vortags-Training verletzten sich zwei wichtige Spielerinnen schwer und konnten somit nicht bei diesem Abstiegsduell eingesetzt werden. Man merkte es der Heimsieben an, dass ihnen dieser Schock noch in den Gliedern steckte, denn erst in der 14. Minute schafften sie es, den ersten Treffer zu erzielen. Doch auch die Gäste hatten anfänglich ihre Schwierigkeiten und mussten ebenfalls fast zehn Minuten ohne Tor auskommen, so verwarfen sie in dieser Spielphase bereits zwei Strafwürfe.
Doch die HSG hatte eindeutig mehr Kampfgeist als der MTV, denn so gingen sie, nachdem sie ihre Torflaute überwunden hatten, schnell mit 1:5 in Führung. Die Northeimer hatten bereits vorher angekündigt, dass es sich bei diesem Spiel um zwei sichere Punkte für sie handele. Die vielen mitgereisten Fans heizten ihrer Mannschaft gut ein, und die offensive Deckung machte es den Seesenern nicht leicht ins Spiel zu finden. Nachdem die Abwehr um Chefin Marion Bosse aber dann doch sicherer stand, konnte man sogar zum 6:6 ausgleichen. Nur gelang es im Angriff nicht, den Ball im Tor unterzubringen und dazu kamen noch einige Fehlpässe, die den Gästen die Chance auf schnelle Tore verschafften, so dass sie zur Halbzeit mit drei Toren davonziehen konnten.
Die Ansprache von Trainer Kurzawa fiel dementsprechend hart aus, und so kam die Mannschaft neu motiviert und mit eindeutig mehr Biss aus der Kabine. Das Team schaffte es erneut, den Ausgleich zu erzielen, indem man Fenja Oehlhoff am Kreis durch gute Anspiele in Szene setzen konnte. Allerdings gelang es nicht, die beiden Außenspielerinnen der Northeimer unter Kontrolle zu bringen, und so kamen sie auch weiterhin zu leichten Toren. Die Vorharzstädter konnten einen Ausgleich nicht verwalten und liefen immer dem Rückstand hinterher. Bis die Gäste in der 53. Minute einen weiteren Strafstoß einen Meter neben das Tor zimmerten und im Gegenzug Tanja Klingebiel den Ausgleich sowie gleich darauf erstmals die Führung in dieser Partie erzielen konnte. Die HSG hatte ab diesem Zeitpunkt völlig den Faden verloren, und der Kampfgeist der MTV-Mädels war nun endgültig geweckt, denn nun wollte man sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen. Die restliche Zeit wurde dann ruhig „runter gespielt“ und die Punkte sicher in der eigenen Halle eingefahren.
Dies waren zwei weitere wichtige Zähler gegen den Abstieg und die MTVerinnen zeigten, dass sie in der Liga bleiben wollen. So kann man in diesen drei Spielen der Rückrunde sehen, dass das Training Früchte trägt. Auch wenn es jeweils knappe Siege waren, zählt schließlich am Ende nur der Sieg.
MTV Seesen: Lena Kühne und Janet Goff im Tor, Marion Bosse (2), Henrike Schilling (5), Fenja Oehlhoff (5), Karoline Schilling, Marnie Pieleck, Maike Jekel (1), Katja Rott (2), Tanja Klingebiel (2), Anke Brandt, Sandra König.