Handballdamen revanchieren sich

Die Freude nach dem erfolgreichen Spiel war bei den Damen groß. Gemeinsam mit ihren Fans gab es eine Laola-Welle.

Regionsoberliga: Fabrytzek-Sieben schafft Anschluss an die Aufstiegsränge

Die beiden Damenmannschaften der Handballabteilung des MTV Seesen fuhren am Sonntag alle Punkte ein. Sowohl die Erste, als auch die 2. Mannschaft besiegten ihre Gegnerinnen in der gut besuchter Seesener Halle mit musikalischer Unterstützung des DJ Delta-Teams. Die Freude war doppelt groß, denn beide Teams mussten in ihren Hinrundenbegegnungen Niederlagen ein­ste­­­­­­­­­­cken. Dass beide Mannschaften Fortschritte machen und sich die Harmonie verbessert, zeigen beispielsweise die positiven Er­gebnisse vom Wochenende.
Ganz besonders wichtig war der Sieg für die Regionsoberligadamen unter Trainer Bernd Fabrytzek. Die viertplatzierten bezwangen den unmittelbaren Tabellennachbarn von der HSG Nord Edemissen, gegen die sie in der Hinrunde noch mit 11:20 Toren verlor.
Mit dem Endergebnis von 16:15 (7:8) machte es der MTV, wie bereits im letzten Spiel gegen Barum, spannend und ließ die Zuschauer auf den Tribünen zittern. Es war ein kampfbetontes Spiel, in denen die Schiedsrichter neben unzähligen Strafwürfen und Zeitstrafen für beide Teams sogar eine Rote Karte zückte. Der 6:5-Zwischenstand war bis zur 59. Minute das letzte Mal, dass man die Seesenerinnen vorne sah. Die Gäste nutzten ihre Chancen, insbesondere die Siebenmeter, besser als der MTV, woraufhin sie sich konstant mit maximal drei Toren absetzten. Es war oft die gegnerische Torfrau, die ihnen das Leben schwer machte. So verwarf das Team sechs Siebenmeter und manch andere 100-prozentige Chancen. Doch gut umgesetzte Spielzüge, die meis­tens einen erfolgreichen Abschluss fanden, kompensierten diese Defizite. Beim Stand von 14:15 verwandelte Sandra Waligorski einen entscheidenden Strafwurf zum 15:15 und brachte somit die Stimmung auf den Höhepunkt. Der letzte Seesener Angriff, bei dem nur noch fünf Spielerinnen pro Team auf dem Feld standen, endete durch Gesa Klöppner von Rechtsaußen erfolgreich im Tor und brachte den MTV in Führung. Die HSG hatte mit einem Rückraumwurf noch eine Chance zum Ausgleich, warf diesen jedoch an die Latte des Tores.
Somit ging die Heimsieben als strahlende Sieger vom Platz und überholte Edemissen in der Tabelle. Nun stehen sie punktgleich mit der SG Sickte/Schandelah, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem 3. Rang. Da der MTV der SG noch gegenübersteht, ist der Aufstiegsplatz in die Landesliga weiter­­­­hin völlig offen.

MTV Seesen: Janet Goff (Tor), Mareike Kolle, Fenja Oelhoff, Gesa Klöppner (5 Tore), Maike Jekel (1), Karoline Schilling (1), Fabienne Engel, Imke Fleischmann (5), Paulina Renneberg, Frauke Jacobs, Sandra Waligorski (4) und Daria Tappe.

Die 2. Damen begrüßten als Tabellenfünfte der Regionsklasse den viertplatzierten TSV Hallendorf, gegen den sie im Hinspiel 11:15 unterlagen. Diese offene Rechnung beglichen die Seesenerinnen und gewannen mit 20:17 (10:7) Toren. Schon vor dem Spiel war sich das Team unter Trainerin Sandra Waligorski darüber einig, dass dieses Mal ein Sieg her muss. So ging es, zwar mit personeller Schwächung, aber mit Verstärkung der A-Jugendlichen hochmotiviert in die Partie. Ohne größere Probleme baute sich die Heimsieben schnell eine Führung auf, die die ganze Zeit über kaum gefährdet war. Denn bis auf eine Spielerin, die die meisten Tore des Teams erzielte, hatte Seesen die Mannschaft in der Abwehr im Griff. Einfache Rückraumtreffer und ein schnelles Spiel im Angriff führten zum sicheren Punkterfolg der Mannschaft. In Hinblick auf das Torschützenprotokoll wird deutlich, dass sie eine souveräne Gesamtleistung an den Tag legte, auf die man aufbauen kann. Trainerin Waligorski zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung ihres Kaders und ist zuversichtlich, ausgehend von dieser Basis, erfolgreich in die restlichen sechs Spiele der Saison zu gehen. Der MTV steht nun immer noch auf dem 5. Rang der Klasse und könnte mit zwei Siegen die Tabelle weiter hinaufklettern.

MTV Seesen: Miriam Dörrie (Tor), Maren Hoffmeister (2), Sandra König (6), Lena Illemann (1), Serap Sener (1), Katharina Mehrkens, Samira Weihberg (1), Tanja Pilster (2), Fabienne Engel (1), Imke Fleischmann (2), Clara Dröge, Daria Tappe (2), Paulina Renneberg und Karoline Schilling (2).