Hannover 96 bezwingt Wisla Krakau mit 4:2

Hannover: AWD-Arena |

Einnahmen der Partie zu Gunsten der Robert-Enke-Stiftung

Ein gutes Omen für die neue Saison? Bundesligist Hannover 96 hat sein erstes Vorbereitungsspiel auf die Spielzeit 2010/2011 mit 4:2 (2:0) gegen den polnischen Vizemeister Wisla Krakau gewonnen. Die Einnahmen der Begegnung im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion kommen der Robert-Enke-Stiftung zugute.
Vor 1560 Zuschauern präsentierten die „Roten“ im ersten Spielabschnitt ansprechenden Offensivfußball und gingen durch zwei sehenswerte Treffer von Jan Schaudraff (25., 31.) mit 2:0 in Führung. „Zwei typische Schlaudraff-Tore“, kommentierte 96-Trainer Mirko Slomka und wird hoffen, dass der Langzeitpatient im neuen Spieljahr zu alter Stärke zurückfindet.
Nach der Pause verflachte die Partie, bedingt durch zahlreiche Wechsel und eines angesichts der erst kurzen Vorbereitungszeit verständlichen Kräfteverschleißes, zunehmend. Dennoch war 96 in der von FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati geleiteten Begegnung noch zwei Mal erfolgreich. Zunächst durch Moritz Stoppelkamp zum 3:0 (51.), dann durch Mikael Forssell per Foulelfmeter zum 4:1 (76.). Für den polnischen Europa-League-Teilnehmer, der in der 2. Qualifikationsrunde bereits am 15. Juli auf den litauischen Vertreter KFK Siauliai trifft, trafen Rafal Boguski zum 1:3 (65.) und Piotr Brozek zum 2:4-Endstand (86.).
Mit Markus Miller, Moritz Stoppelkamp, Emanuel Pogatetz und Lars Stindl sowie Eigengewächs Felix Burmeister kamen beim ersten Test auch die Neulinge von Hannover 96 zum Einsatz. Mirko Slomka zeigte sich nach der Begegnung durchaus zufrieden: „In der ersten Halbzeit sind wir ein gutes Tempo gegangen, haben nach der Pause aber ein wenig abgebaut und waren nicht mehr so zielstrebig. Insgesamt war dies ein ordentlicher Test mit guten Erkenntnissen.“
Wisla-Coach Henryk Kasperczak, der 73 Länderspiele für Polen bestritt und 1974 mit Polen WM-Dritter in Deutschland wurde, entschuldigte den zunächst müden Auftritt seiner Mannschaft mit einem harten zwölftägigen Trainingslager, das sie im Sporthotel Fuchsbachtal absolviert hatte. „In der ersten Halbzeit lief es nicht besonders gut, da hatte 96 im Mittelfeld ein deutliches Übergewicht. Nach der Pause haben wir uns dann aber gesteigert.“
„Wir sind Hannover 96 und Wisla Krakau sehr dankbar, dass sie spontan ihre Bereitschaft erklärt haben, diese Begegnung zu Gunsten der Robert-Enke-Stiftung auszutragen. Unter dem Strich steht eine Einnahme im fünfstelligen Bereich, die unsere Arbeit natürlich erheblich unterstützt“, freute sich nach der Partie Jan Baßler, Geschäftsführer der Stiftung.