Harzer MTB-Cup: Hoch-Spannung vor dem Finale

Spannung ist für das Finale um den Harzer MTB-Cup am letzten August-Samstag in Schierke garantiert. Seriensieger Stefan Danowski musste kurzfristig seinen Start beim Rennen in Braunlage absagen; der Weg war frei für die Konkurrenz. Mit Kai Sokolowski von der Uni Greifswald sahen die Zuschauer allerdings einen Überraschungssieger auf der Langstrecke über 95 Kilometer. Trotz des enormen Anstiegs gleich am Start schaffte Sokolowski einen Schnitt von 24,75 Kilometer pro Stunde und erreichte nach 3:50:19 Stunden das Ziel. Im Rennen um den Gesamtsieg spielt er aber keine Rolle. Da sicherte sich nun Danny Götze vom Nordharzer Racing Team die Führung. Götze erreichte als Fünfter das Ziel (4:11:48) und kassierte dafür 80 Punkte. Damit hat er nun 335 Punkte insgesamt, Danowski 295. Für Spannung zum Finale in Schierke am 28. August ist also gesorgt.
Nur 62 Sekunden hinter Sieger Sokolowski fuhr mit Jörg Hüter (Beno Bikes) ein Seniorenfahrer ins Ziel. Hüter muss nun nur noch Oliver Gae­dicke (Bad Salzdetfurth) beim Kampf um den Gesamtsieg fürchten, der ihm auch in Braunlage als einziger Senior auf den Fersen blieb. Gute Karten auf den Gesamtsieg hat auch Angelika Aigner aus Salzgitter. Sie startete als einzige Frau über die 95 Kilometer und erreichte in 5:08:52 Stunden das Ziel. In der Gesamtwertung schob sie sich an Sonja Wietzorek (Excelsior Racing) vorbei, die dieses Mal die kürzere Strecke wählte.
Über die 57 Kilometer lange Mittelstrecke gingen die meisten Starter ins Rennen. Hier siegte Lutz Volker vom WSV Clausthal-Zellerfeld souverän in 2:04:31 Stunden. Martin Knape (Harz-Racing) hatte auf Platz zwei bereits über acht Minuten Rückstand.
Immerhin ein Dutzend Frauen gingen hier auf die drei Runden. Hinter Sandra Go­ckert (Stevens Racing Team/ 2:26:06) wurde Wietzorek Zweite (2:54:51). Allerdings gibt es Punkte für den Harzer MTB-Cup nur auf den Langstrecken.
Lediglich eine Runde über 19 Kilometer absolvierte der radelnde Nachwuchs. Maik Weichert vom MTV Förste landete in genau 47 Minuten auf dem 3. Rang, keine zwei Minuten hinter Malte Nikolas Finke vom RC Lübbecke.
„Die Fahrer waren wieder sehr zufrieden mit der Strecke“, so Tina Mortak, die für die veranstaltende Kurbetriebsgesellschaft Braunlage die Federführung hatte. „Da wird man richtig gefordert mit dem steilen Anstieg gleich zu Beginn“, zitierte sie einen Fahrer, der, obwohl er im Mittelfeld landete, sehr begeistert war.
Allerdings ärgerte sie sich auch darüber, dass einige Wanderer sich über alle Anweisungen der Streckenposten hinwegsetzten und unvernünftig auf der Rennstrecke herum marschierten. „Zum Glück ist nichts passiert“, so Mortak.