Harzer Skirennläufer erneut erfolgreich auf der Piste

Moritz Weißberg am Spieljoch/Zillertal

Henning Röbbel war im Sauerland nicht zu bezwingen / Auch der Nachwuchs war wieder gut in Form

Erneut haben die alpinen Rennläufer vom SC Bad Grund hervorragende Leistungen gezeigt und überzeugten bei Rennen des Bayerischen und Westdeutschen Skiverbandes. Kürzlich reisten Annika Röbbel und Moritz Weißberg gemeinsam mit ihrem Trainer Henning Röbbel ins südliche Sauerland um am WSV-Nachwuchscup teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um eine stark besetzte Rennserie des Westdeutschen-Skiverbandes aus der zum Beispiel auch Deutschlands derzeit bester Abfahrer Andreas Sander hervorging.
Zwei Rennen mit einem Durchgang standen in Hesselbach auf dem Programm, der „Hesselbach-Gletscher machte seinem Namen alle Ehre und präsentierte sich bei -16 Grad Celsius als harte Kunstschneepiste. Der anspruchsvolle Steilhang mit einem Geländeübergang kam den technisch versierten Rennläufern aus Seesen entgegen. Annika Röbbel gelangen in der Klasse S08 weiblich zwei sehr gute Rennen, mit denen sie sich zweimal den dritten Platz sicherte. Im ersten Rennen fehlten bei eine Laufzeit von 36,70 Sekunden lediglich 0,58 Sekunden zum Sieg.
Mortiz Weißberg zeigt in der stark besetzten Altersklasse S11 männlich ebenfalls zwei sehr gute Rennen, mit einer Zeit von 31,96 Sekunden in Rennen eins sicherte er sich ebenfalls den dritten Rang auf dem „Stockerl“, im zweiten Lauf reichte ein deutliche Steigerung auf 29,96 Sekunden leider nur zu Rang 4, zum 3. Rang fehlten nur 0,11 Sekunden.
Im gleichen Kurs fanden im Anschluss zwei Rennen um den offenen Rothhaar-Cup für Jugendliche und Erwachsene statt. Kurzerhand ging hier Annikas und Moritz Trainer Henning Röbbel an den Start. Mit Tagesbestzeit in beiden Rennen (28,51 und 26,33 Sekunden) ließ er den einheimischen Läufern aus Hessen und dem Westfälischen Sauerland keine Chance und entführte die Siege in den Harz.
Am vergangenen Wochenende startete Moritz Weißberg in Fügen im Zillertal um sich beim Rennen des Münchener Skiverbandes der starken Konkurrenz aus Bayern zu stellen. Bei -17 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein fanden die Rennen auf der Piste am Spieljoch statt. Beim Slalom am Samstag kam Moritz auf einen sehr guten neunten Rang im starken 35iger Starterfeld seiner Altersklasse, welches fast komplett aus bayerischen Rennläufern bestand.
Dieses gute Ergebnis konnte er beim Riesenslalom am Sonntag noch einmal toppen. Auf dem steilen und anspruchsvollen Hang fuhr er mit der fünftschnellsten Laufzeit des zweiten Durchgangs auf den siebten Rang der Gesamtwertung. Bei der anschließenden Siegerehrung kam die Frage von den erfolgsverwöhnten Bayern auf, wo denn Bad Grund überhaupt liegt und „habt’s Ihr dort überhaupt Berge?“
Mit dem Respekt der bayerischen Konkurrenten im Gepäck und zufrieden mit der Leistung wurde am Sonntagnachmittag die 700 Kilometer lange Heimreise angetreten.