Jogi Löw Stargast beim Neujahrstreffen: „Zeitstrafen und vierte Auswechslung sind ok!”

Jogi Löw beim Neujahrstreffen.
Er war ohne Frage der Star des Abends: Beim 6. Krombacher-Neujahrstreffen des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) am Dienstagabend in Barsinghausen gab sich Joachim Löw die Ehre. Rund 250 Gäste, darunter auch zahlreiche Prominente und Funktionäre des Sports aus Land und Region, waren in den Zechensaal nach Barsinghausen gekommen. Darüber hinaus zahlreiche Medienvertretrer. Alle Gäste erlebten eine spannende wie kurzweilige Talkrunde des Bundestrainers mit dem bekannten TV-Moderator Gerhard Delling. Zwischen Brezeln als Vorspeise und Krustenbraten als Hauptgang hörten die Gäste vorher gebannt, was Delling dem Bundestrainer auf der Bühne so alles entlockte. Löw plauderte locker und entspannt über seine Trainer-Anfänge in Stuttgart, Stationen in Österreich und der Türkei. Und er verriet auch Persönliches. Über seinen Lebensmittelpunkt Freiburg sagte er etwa: „Da habe ich Freunde, die ich kenne, seit ich 17 bin. Da bin ich nicht der Bundestrainer, sondern der Freund und Kumpel. Da wird mir auch der Spiegel vorgehalten.“ Auch über seinen Führerschein-Entzug sprach er durchaus humorvoll . Löw mit einem Augenzwinkern: „Ich war ein paar Stunden beim Verkehrspsychologen, der hat mir wichtige Dinge mitgegeben. Ich weiß jetzt, was wichtig auf der Straße ist.“ Vordergründig ging es aber natürlich um Fußball – und da hielt Löw mit seinen Ansichten nicht hinter dem Berg. Zu möglichen Veränderungen im Regelwerk des Fußballs erklärte Löw: „Zeitstrafen sind eine gute Möglichkeit, auch eine vierte Auswechslung in der Verlängerung finde ich okay. Aber das Abseits abschaffen? Bitte nicht! Dann würde der Fußball nicht mehr das sein, was er ist: ein schönes Spiel. Dann hätten wir ein ganz neues Spiel.“


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