Kaiserstädter wieder ohne eigenen Torerfolg und ohne Punkte

Goslarer SC traf auch beim 1:2 in Heeslingen nicht das gegnerische Tor

Goslar (cfk). Erneut mit leeren Händen musste Fußball-Oberligist Goslarer SC die Heimreise antreten. Beim aufstrebenden TuS Heeslingen kassierten die Kaiserstadt-Kicker eine 1:2-(1:1)-Niederlage, und auch im vierten Spiel in Folge traf kein Goslarer ins gegnerische Netz.
„Den Freistoß von Takacs haben die selbst ins eigene Tor verlängert“, schilderte Trainer Manfred Wölpper den Ausgleich durch Bobrowski (32.). Zuvor hatte Heeslingen durch Nils Laabs, ebenfalls nach einem Freistoß, die Führung erzielt (12.). „Ich hatte meine Leute vor deren Gefährlichkeit bei Standards gewarnt“, ärgerte sich Wölpper schon ein wenig, dass da doch nicht sorgfältig genug gearbeitet worden war. Denn auch der Siegtreffer fiel nach solch einer Situation. Diesmal war es ein Eckball, den die Gastgeber von der Grundlinie wieder in die Gefahrenzone köpften, wo Grimm lauerte und den Siegtreffer markierte (57.).
Vielleicht wäre ja alles anders gekommen, wenn Filip Sajbidor, als er Sekunden vor dem Pausenpfiff mit dem Ball allein auf den gegnerischen Keeper zulief, die Riesenchance nicht verstolpert hätte. Oder wenn Teczan Karabulut, zuletzt beim Heimspiel gegen Emden der Spieler, der den entscheidenden Bock zum Gegentor schoss, nicht in der 70. Minute die Rote Karte gezeigt bekommen hätte. Dabei war der kleine Flitzer erst zehn Minuten zuvor für Marcell Takacs eingewechselt worden. Dafür hatte er wohl schon genug Frust aufgebaut, um sich ein dummes Nachtreten zu leisten.
„Mit zehn Mann haben wir dennoch stark gespielt und bei denen gar nichts mehr zugelassen“, lobte Wölpper seine Mannschaft. Ein Beweis dafür, dass die Spieler „physisch sehr gut drauf sind“, so Wölpper. Auch die Moral stimmt, denn den Kopf lassen sie im Spiel nicht hängen, sondern kämpfen bis zur letzten Sekunde. „Es ist frustrierend, dass wir einfach nicht belohnt werden“, klagt Wölpper. Zu allem Überfluss bekam Tobias Eckermann in der ersten Hälfte einen Tritt ins Gesicht, hielt aber bis zur Pause durch und sollte kommenden Sonnabend gegen Uelzen einsatzbereit sein.
Goslarer SC: Lauenstein, Pölzing, Kalkan, Eckermann (46. Vranic), Caruso, Lukac, Ridder (75. Kolm), Sajbidor, Ucar, Takacs (60. Karabulut) und Hofer.
Tore: 1:0 Laabs (12.); 1:1 Bobrowski (32./Eigentor); 2:1 Grimm (57.); – Schiedsrichter: Patrick Düver (Suderburg); – Rote Karte: Karabulut (70.)