Keine Punkte für beide

Sportgericht entscheidet über Spielabbruch

Der 4. November war ein unrühmlicher Tag für den SV Union Seesen: Das Gastspiel beim SV Hahndorf musste nach 86 Minuten beim Stand von 3:1 für Hahndorf abgebrochen werden, als es nach einem Foul zu Tumulten auf dem Spielfeld kam. Nun hat das Nordharzer Sportgericht sein Urteil gefällt.
Bitter ist es für die Heimmannschaft ausgefallen, denn die schon fast sicher geglaubten Punkte sind weg. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass beide Mannschaften für den Abbruch verantwortlich seien. Daher werde das Spiel für beide Teams als verloren gewertet. Die Rechtsordnung lasse die Wiederholung des Spiels nicht zu, teilte Sportgerichtsleiter Hans-Joachim Geyer mit. Die Vereine müssen zudem jeweils 75 Euro als Strafe an den Verband überweisen.
Dieselbe Summe und einen Teil der Verfahrenskosten zahlt auch der auslösende Seesener Spieler. Er ist zudem bis zum 14. April für alle Pflicht- und Freundschaftsspiele gesperrt. Nachdem er gefoult worden war, hatte er Selbstjustiz geübt und somit die Rudelbildung auf dem Platz ausgelöst. Anschlie­ßend stürmten Ersatzspieler und Funktionäre beider Seiten das Spielfeld.