Kevin Scheidhauer wird mit drei Treffern zum Matchwinner

4:2 – VfL Wolfsburg holt als erster niedersächsischer Verein die Deutsche A-Jugendmeisterschaft

Wolfsburg (uk). Der VfL Wolfsburg ist erstmals Deutscher Meister der A-Junioren. Dank Kevin Scheidhauer, der im Finale dreimal traf, gewannen die „Wölfe“ vor heimischer Kulisse gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 4:2 (1:0). Damit ist Wolfsburg zugleich der erste niedersächsische Verein, der in dieser Altersklasse den nationalen Titel gewann.
Bereits nach elf Minuten durfte das Team von Trainer Stephan Schmidt das erste Mal jubeln: Nach einer Flanke von Florian Hartherz war Scheidhauer, der vor gut zwei Wochen bereits das niedersächsische A-Juniorenpokalfinale gegen Hannover 96 entschieden hatte (2:1), per Flugkopfball zur Stelle.
Sein zweiter Streich folgte in der 55. Minute: Nach einem Fehler des Lauterer Keepers Chris Keilmann, der sich beim Rauslaufen verschätzte, umkurvte er den Keeper und vollendete aus 16 Metern ins leere Tor. Vier Minuten später schürte Nils Rattke mit seinem Anschlusstreffer die Pfälzer Hoffnungen, doch abermals konnte sich der VfL auf Scheidhauer, der in der 72. Minute eine Flanke von Maximilian Arnold per Volleyabnahme verwertete, verlassen.
Der Kunstschuss des gebürtigen Deggendorfers, der in Leipzig aufwuchs und seit Juli 2008 bei den „Wölfen“ spielt, bildete den Auftakt zu einer packenden Phase. Denn noch nicht einmal 60 Sekunden später verkürzte der FCK durch Jan-Lucas Dorow auf 2:3 und hatte kurz darauf sogar die Chance zum Ausgleich: Nach einem Freistoß von Philipp Klement kam Kevin Schwehm zum Schuss – zum Glück für die Niedersachsen stand Arnold aber goldrichtig und konnte vor der Linie klären.
In der 78. Minute machte Akaki Gogia aus 20 Metern schließlich alles klar für den VfL, der mit diesem Triumph eine überragende Saison krönte. Neben der zuvor errungenen Meisterschaft in der Bundesliga-Staffel Nord/Nordost sicherten sich die Schmidt-Schützlinge auch die niedersächsische Pokalmeisterschaft der A-Junioren, die als Conti-Cup ausgetragen wird. Einziger Wermutstropfen ist die unglückliche Niederlage im Halbfinale des DFB-Pokals, als Wolfsburg dem SC Freiburg mit 4:5 nach Elfmeterschießen unterlag.
„Dies ist nicht nur für den VfL ein großartiger Tag, sondern für den gesamten niedersächsischen Jugendfußball und unseren Verband. Ich gratuliere dem VfL von Herzen“, erklärte NFV-Präsident Karl Rothmund in einer ersten Stellungnahme. Auf der Vereins-Homepage sagte Trainer Stephan Schmidt: „Es ist ein überragendes Gefühl. Wir haben Geschichte geschrieben und für das Nachwuchsleistungszentrum den ersten nationalen Titel geholt. Das haben wir uns auch verdient, weil wir dieses Jahr bundesweit für Furore gesorgt haben. Das Publikum war überragend und hat uns auch durch schwierige Phasen in diesem Spiel hindurch getragen.“