Kopfschütteln über Funktionäre

Nordharzliga: SV E/B ärgert sich über Änderung der Abstiegsregelung

Wie im Akkord sind die Fußballer im Nordharzkreis derzeit unterwegs. Nach dem Wochenspieltag geht es nun am morgigen Sonntag weiter. Alle vier Teams aus Seesen und die SG Neiletal sind auf heimischen Plätzen unterwegs, Anpfiff ist jeweils um 15 Uhr.

Der SV Engelade/Bilderlahe spielt morgen daheim gegen den Tabellendritten TSV Immenrode. Für die Elf um das Trainergespann Charfi Mekadmi/Michael Rottler zählen in den letzten drei Saisonspielen eigentlich nur noch Siege, denn man setzte die Anzahl der Absteiger drei Spieltage vor Saisonschluss einfach mal auf drei hoch. „Eine richtig gelungene Aktion seitens der Staffelplaner und Funktionäre“, ärgern sich die Amateurfußballer in Engelade und Bilderlahe und bekunden ihr Unverständnis. Jetzt heißt es auf einmal, dass der Drittletzte ein Entscheidungsspiel gegen den Drittletzten der Staffel 2 um den Klassenverbleib durchführen muss. So hilft jetzt natürlich den Schwarz-Weißen nur noch ein kleines Wunder, will man den direkten Klassenerhalt noch schaffen.
Am Sonntag geht es gegen den TSV Immenrode, gegen den man im Hinspiel mit 3:5 unterlag. Erschwerend kommt für den SV E/B hinzu, dass sie Stammkeeper Benedikt Chromik, Abwehrspieler Erik Gebers und wohl Stürmer Sergej Rohr ersetzen müssen. Dazu ist Edgar Elser ein letztes Mal Rot gesperrt. Daher hofft das Engeläder Trainergespann das andere Spieler, die zuletzt fehlten den Kader wieder unterstützen.
Der TSV Münchehof kann den Nachbarn etwas Schützenhilfe leisten. Denn für den TSV geht es gegen den Viertletzten VfL Oker, der fünf Zähler vor dem SV E/B steht. Die Ahfeldt-Elf setzte ihre starke Rückserie auch am Mittwoch fort und siegte erneut. Es ist weiter sehr eng an der Spitze. Neiletal hat sich zwar etwas abgesetzt, hat jedoch schon drei beziehungsweise vier Spiele mehr absolviert. Die Münchehöfer liegen in Schlagdistanz zum Zweitplatzierten SG Mahner. Eine Niederlage kann sich niemand erlauben, möchte er weiter oben dabei bleiben.
Nach dem Mittwochspiel des SG Ildehausen/Kirchberg gegen einen Mitfavoriten, den SC Harlingerode, steht für die SG der nächste Kracher bevor. Mit dem SC Gitter II empfängt man eine der stärksten Mannschaften in der Rückrunde, die allerdings aufgrund ihrer bereits absolvierten Spiele mit dem Ausgang der Staffelmeisterschaft nichts mehr zu tun haben kann. Sie kann aber den Gegner noch ärgern, und die SG braucht zumindest so eine gute Leistung wie sie im Spiel gegen Harlingerode gezeigt hat. Aber die SG benötigt dazu Tore aus dem Spiel heraus. Gegen Harlingerode wurden viele gute Chancen liegengelassen. Erst zwei Elfmetertore sorgten letztlich für die Entscheidung. Noch ist auch für die SG alles drin, wobei allerdings immer gewonnen werden muss und die anderen Spitzenmannschaften auch mal Federn lassen müssen. Sportort gegen den SC Gitter ist Kirchberg.
Der FC Rhüden hat ein ganz bitteres Wochenspiel hinter sich, 1:7 hieß es bei Emekspor Langelsheim. Auch wenn der FC faktisch gerettet ist, so wollten sie dann doch nicht auftreten. Sonntag kommt nun das Schlusslicht aus Jerstedt an die Nette. Diese Begegnung soll natürlich gewonnen werden, um in ein versöhnliches Saisonende gehen zu können. Dafür benötigt es wieder eine deutlich stärkere Leistung als zuletzt.
Die SG Neiletal konnte sich am Mittwoch beim 7:0 in Jerstedt von der härtesten Konkurrenz etwas absetzen. Allerdings auch nur, weil Mahner und Immenrode nicht im Einsatz waren. Dörnten, Clausthal-Zellerfeld und Jerstedt stehen noch auf dem Punktspielplan. Diese Partien sollten gewonnen werden, dann könnte es etwas mit der Meisterschaft werden. Allerdings muss die Mannschaft weiter auf Ausrutscher der hinter ihnen liegenden Teams hoffen.