Kreisliga: F1-Unioner gewinnen Spitzenduell gegen die TSG Bad Harzburg mit 4:1

Am platzierten Kopfball von Laurin Sperrling (Nummer 7) war nichts zu halten. Er köpfte sein Team zum 1:0 in Führung.
 
Die schnellen Konter, wie hier durch Matteo Hoppe, waren immer gefährlich.

Jugendspiele zwischen Tabellenführer und dem Tabellenzweiten, sind immer etwas besonderes. So auch am vergangenen Freitag an der Schildau. Dort empfing der SV Unions Seesen 03 den hartnäckigen Verfolger die TSG Bad Harzburg.

Eine Partie, zweier ungeschlagener Mannschaften, verspach bereits im Vorfeld Spannung pur. Trotz deutlich schlechterer Tordifferenz der Bad Harzburger hatten auch diese alle vorangegangenden Spiele souverän gewinnen können. Trainer Frank Helfensteller machte vor Beginn der Partie deutlich, dass dieses Spiel auf Augenhöhe laufen wird und es kein Einbahnstraßenfußball auf ein Tor seien wird. "Es gibt auch andere Mannschaften, die Fußball spielen können und neben Hees und Harlingerode, gehört Bad Harzburg zu den stärksten Teams in unserer Liga", betont Trainer Frank Helfensteller gegenüber dem Beobachter.

Trotz höherer Spielanteile für die Heimmannschaft blieb die Partie lange offen. Dafür bekamen die Zuschauer an den Seitenlinien guten und unterhaltsamen Jugend-Fußball geboten. Im Vergleich zu vielen anderen Spielen mußten hier alle Akteure miteinander kombinieren, denn Einzelaktionen verliefen meistens erfolglos. Dennoch erspielten sich die Unioner gute Torchancen, die aber entweder am Torwart der Gäste verpufften oder das Tor nur knapp verfehlten. Die Gäste hatten nur wenig Möglichkeiten den Keeper der Unioner zu prüfen. Jona Peckhaus mußte zwar aktiv am Spielgeschehen teilnehmen, wurde aber nicht zwingend gefordert. Sechs Minuten vor dem Seitenwechseln platzierte Laurin Sperrling ein Kopfball unhaltbar direkt am Pfosten vorbei ins Netz. Nach einer guten Vorlage von Marino Röttger setzte sich der Unionen mit dem Kopf durch und brachte damit sein Team in Führung. Doch die Freude hielt nur kurz, denn nur zwei Minuten vor der Pause pfiff der unparteische Schiedsrichter einen Freistoß für die Gäste in aussichtsreicher Position in Strafraumnähe. Der schnell ausgeführte Freistoß schlug hoch im Tor ein und machte die Partie wieder offen. Mit einem 1:1 auf Augenhöhe ging es in die Halbzeitpause.

Trainer Frank Helfensteller hatte nur wenig Optionen am Spiel seiner Mannschaft etwas zu verändern. Der Torwart der Gäste spielte sicher und auch hohe Bälle waren für ihn kein Problem. Distanzschüsse parierte er alle. Der Angriff der Gäste war gut aufgestellt nur in der Defensive erkannte der Seesener Coach Defizite. Diese galt es zu nutzen und besser auszuspielen, dann würde man zu besseren Chancen direkt im Strafraum kommen. Ob seine Schützlinge diese Hinweise verstanden haben, blieb offen. Das Spiel nach der Halbzeit glich der ersten Hälfte, nur mit dem Unterschied, dass von Außen die Bälle direkt in die Mitte oder auf die andere Seite geflankt wurden. Insbesondere der Seitenwechsel machte dann den Unterschied aus. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Andries Nieboer die verdiente 2:1 Führung für Union. Und nur drei Minuten später hatte er das 3:1 auf dem Fuß und nutzte seine Chance eiskalt. Unbeeindruckt zeigten sich die Gäste von diesem Doppelschlag und erhöhten selbst den Druck auf die Unioner, die dadurch mehr Platz für ihr eigenes Konterspiel bekamen. Souverän spielten die Unioner die verbleibende Zeit runter um die 3:1 Führung nicht zu gefährden. Dann wieder ein schneller Konter über die rechte Seite, ein Seitenwechsel auf links und die Flanke auf den in der Mitte lauernden Tristan Mediavilla, der mit seinem Tor zum 4:1 alles klar machte. Am Ende siegten die Unioner verdient und vom Ergebnis deutlicher als erwartet. Damit bleiben die Unioner im auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen und die Torbilanz mit 62:2 Toren spricht Bände. In der Tabelle konnten sich die Unioner mit 3 Punkten an der Spitze absetzen. Bad Harzburg und Harlingerode folgen dann mit jeweils drei Punkten weniger.

Es spielten: Jona Peckhaus, Navin Dech, Emilian Birkner, Tristan Mediavilla, Marino Röttger, Laurin Sperling, Moritz Balleininger, Louis Probst, Matteo Hoppe und Andries Nieboer.