Landgericht bestätigt Rechtsauffassung des NFV

STKEilvese hatte Klage gegen Spielordnung eingereicht / SVArminia Hannover nahm Klage zurück

Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) hat sich vor dem Landgericht Hannover in zwei Verfahren erfolgreich gegen die Klagen zweier Mitgliedsvereine verteidigt. Zum einen ging es um die Überprüfung des Anhang 3 der Spielordnung (SpO), der für eine Teilnahme eines Vereins mit einer Herrenmannschaft am Spielbetrieb der Oberliga Niedersachsen und der Landesliga zwingend vorsieht, dass dieser Verein über die gesamte Dauer des abgelaufenen und des neuen Spieljahres mindestens mit einer weiteren Herrenmannschaft und einer Juniorenmannschaft in der Altersklasse der A-, B- oder C-Junioren ebenfalls am Spielbetrieb teilnehmen muss. Der STK Eilvese hatte als Kläger die Wirksamkeit dieser Vorschrift in Frage gestellt. Dem widersprach die zuständige Kammer des Landgerichts in der heutigen mündlichen Verhandlung und gab zu erkennen, dass die Regelung des Anhang 3 SpO sowohl einer grundgesetzlichen als auch kartellrechtlichen Überprüfung standhält. Das Urteil wird im Februar verkündet.
Zum anderen begehrte der SV Arminia Hannover in einem weiteren Verfahren Auskunft über die Entscheidungsgründe der Lizenzerteilung im Beschwerdeverfahren in Sachen Kickers Emden. Das Auskunftsersuchen hatte der NFV im Juli 2011 als unzulässig zurückgewiesen. Das Landgericht Hannover sah die Zulässigkeit der Klage als nicht gegeben an, weil der SV Arminia Hannover als ordentliches Mitglied des NFV den zwingend vorgeschriebenen verbandsinternen Rechtsweg zur Klärung der im Raume stehenden Frage zuvor nicht beschritten hatte. Der Kläger nahm aufgrund der eindeutigen Positionierung des Gerichtes die Klage zurück.