Leere Hände trotz guter Leistung

Der SV Engelade/Bilderlahe konnte sich trotz guter Leistung nicht gegen den FC Groß Döhren durchsetzen. Chris-Julian Scholz für den SV Engelade/Bilderlahe am Ball.

Nordharzliga: SV Engelade/Bilderlahe verliert gegen den FC Groß Döhren wiederholt nach Führung

Es ist schon bitter was dem SV Engelade / Bilderlahe in dieser Saison widerfährt. Denn zum wiederholten Male stehen die Schwarz-Weißen nach einer doch guten Leistung mit leeren Händen da.

Der Elf vom Trainergespann Charfedine Mekadmi / Michael Rottler fehlte in der Schlussphase einfach das Fortune, den entscheidenden dritten Treffer zu erzielen, und das wurde in der 88. Minute durch den Gast noch bitter bestraft. So stand am Ende eine weitere unnötige 2:3 (2:2)-Niederlage zu Buche. Damit bleibt man weiterhin auf dem vorletzten Platz hängen.
In der Partie gegen den Tabellenvierten FC Groß Döhren mussten die Schwarz-Weißen gleich auf sieben Akteure verzichten, doch sie machten die Ausfälle mit großem Einsatz wett. Die Begegnung hätte auch nicht besser beginnen können für die Heimelf. Bereits nach drei Minuten spielte SVE-Mittelstürmer Sergej Rohr einen feinen Pass in den Lauf von Mittelfeldspieler Chris Scholz, und dieser überwand mit einem Heber den FC-Keeper zur 1:0- Führung.

Freude zur Führung wehrte nicht lange

Leider wehrte die Freude über diesen Treffer nicht all zu lange. Eine Unsicherheit in der SVE-Hintermannschaft nutzte der Gast in der 7. Minute durch Angreifer Matthias Teuber zum 1:1- Ausgleich. Auch in der 15. Minute nahmen die Gäste ein Geschenk dankend an. Thomas Kelpe hatte bei einem Abwehrversuch mit einem Kopfball genau in den Rücken seines Mitspielers Sebastian Eberl geköpft und von da viel das Leder in den Lauf von FC-Angreifer Matthias Teuber, der mit einem Schuss ins lange Eck die 1:2-Führung für den Gast erzielte. Jetzt bemühten sich die Platzherren den Rückstand wieder aufzuholen. Das sollte ihnen auch kurz vor der Pause durch einen sehenswerten Treffer gelingen.
Nach einer Freistoßflanke von Rene Nolte in den FC-Strafraum und einer zu kurzen Abwehr vom FC-Torwart, erzielte SVE-Mittelstürmer Sergej Rohr (41.) mit einem Fallrückziehertor den 2:2-Ausgleich. In der zweiten Hälfte zeigte die Heimelf eigentlich ein sehr gutes Spiel, denn sie ließen kaum noch Chancen der Gäste zu. Selber erspielte man sich einige sehr gute Möglichkeiten, um den möglichen Sieg einzufahren. Doch wie schon so oft zuvor, belohnten sich die Schwarz-Weißen für ihren Aufwand nicht. So wurden reihenweise beste Chancen vergeben.
Erst zielte Rene Nolte (69.) aus 16 Metern nach einem Querpass von Marcel Rohkamm mit einem Direktschuss den Ball nur übers Tor und nur eine Minute später versagten Edgar Elser freistehend vor dem FC-Keeper die Nerven und er schoss ihn an. Im anschließenden Getümmel vor dem FC-Tor bekamen gleich mehrere SVE-Akteure den Ball nicht über die Torlinie.
Die wohl beste Möglichkeit zum Siegtreffer bot sich in der 86. Minute aber Sergej Rohr, der mit einer Musterflanke vom rechten Flügel von Rene Nolte bedient wurde. Aber er setzte den anschließenden Flugkopfball freistehend übers FC-Tor. Das sollte in der 88. Minute bitter bestraft werden, denn mit einer der wenigen gelungenen Aktionen der Gäste im zweiten Durchgang, schafften sie den glücklichen 2:3-Siegtreffer.


Hektische Schlussphase mit einer gelb-roten Karte

Es war eine Einzelaktion ihres Torjägers Marian Makowski der zu diesem Treffer führte. Doch damit nicht genug, denn in der hektischen Schlussphase, versagte der sehr kommunikative Schiedsrichter Werner Schwarz der Heimelf noch einen Elfmeter, als Mauricio König (90.+2) im Gästestrafraum von den Beinen geholt wurde. In der nächsten Szene zeigte der Schiri nach einem Foul an FC-Stürmer Makowski, der danach verletzt ausgewechselt werden musste, Mauricio König, der vorher noch nicht verwarnt war wegen Meckerns die gelb-rote Karte. Danach war Schluss.

SV Engelade/Bilderlahe: Benedikt Chromik, Christoph Vater, Thomas Kelpe, Sebastian Eberl, Andre Galuska, Rene Nolte, Chris Scholz, Edgar Elser, Jannik Dicke (71. Mauricio König), Marcel Rohkamm und Sergej Rohr.