„Like Ice“ präsentiert sich im Eisstadion Braunlage

Thomas Werner, Mark Mallon, Isabell Werner, John Noob und Jerun Huskic waren nach ihren Erfahrungen in Braunlage begeistert. (Foto: Koch)

Nachwuchs kann sich von Qualität der synthetischen Eisfläche überzeugen

Braunlage (bo). Die ersten Blicke von Jerun Huskic sind noch etwas skeptisch. Die Fläche ist schön weiß, und doch ist allen bewusst, dass es sich um Kunststoff handelt und nicht um normales Eis. Dann aber, nach den ersten Schritten auf Schlittschuhen, weicht die Verunsicherung beim Braunlager Jungwolf dem gewohnten Gefühl: Es sieht aus wie Eis, und es fühlt sich auch so an! Bei der „Like Ice“-Vorstellung in den Katakomben des Braunlager Wurmbergstadions konnten sich mehrere Nachwuchsakteure von den Qualitäten der synthetischen Eisfläche überzeugen.
Unter Leitung von John Noob, Verteidiger und Jugendtrainer beim Oberligisten ESC Harzer Wölfe Braunlage, drehten die Nachwuchskräfte auf der kleinen Fläche ihre Runden. Auch ein Schusstraining, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, stand auf dem Programm. „Gerade für das Nachwuchstraining ist Like Ice ideal. So kann man den gesamten Sommer trainieren, die im Winter erreichten Fortschritte können optimal weiter ausgebaut werden. Im Winter wäre zudem ein Extra-Training möglich“, berichtet anschließend Noob. Gerade für Vereine, die nur auf eine einzige, zumeist voll ausgebuchte Eisfläche zurückgreifen können, wäre eine synthetische Zusatzfläche also ein wichtiger Baustein in der Nachwuchsarbeit. „Anders als etwa beim Inlinehockey, werden auf Like Ice genau die gleichen Muskelgruppen wie auf Natureis beansprucht, nur das es etwas anstrengender ist“, resümiert Noob seine Erfahrungen.
„Wir wollen das Natureis natürlich nicht ersetzen. Vielmehr sehen wir es als sinnvolle Alternative“, erklärt Stefan Leitz, Geschäftsführer von „Like Ice“. Die Vorteile des Produkts liegen auf der Hand: Im Gegensatz zu anderen Anbietern wird bei „Like Ice“ völlig auf ein Gleitmittel verzichtet. Die Platten sind sehr langlebig, der Aufbau gestaltet sich zudem schnell und einfach. Durch die ganzjährige Nutzbarkeit, verbunden mit nicht anfallenden Energiekosten, ist „Like Ice“ zudem extrem ökologisch und umweltfreundlich.
Dass „Like Ice“ eindeutig auf dem Vormarsch ist, zeigt das Beispiel Burgkirchen. Dort wird in der Keltenhalle erstmals in Deutschland eine komplette Spielfläche mit internationalen Maßen verlegt. „Man kann es in gewisser Weise mit dem Kunstrasen beim Fußball vergleichen. Früher hätte doch auch keiner gedacht, dass auf Kunstrasen nun Championsleague- und sogar Länderspiele ausgetragen werden“, sagt Leitz. Noch ist diese Entwicklung beim synthetischen Eis noch nicht abzusehen, zumal momentan auch ein anderes Ziel im Fokus steht. „Unser Hauptanliegen ist die Stärkung des Nachwuchses“, stellt Leitz fest. Die ersten Schritte in die richtige Richtung sind durch die angestrebte Zusammenarbeit mit dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) getan. Erreicht werden soll dies über den Deutschen Pond Hockey Bund (DHPB), der in näherer Zukunft auf „Like Ice“ in den Betrieb starten will und eine einfache, kostenschonende Einstiegsmöglichkeit in den Eishockeysport bieten möchte.