Mit konstanten Läufen auf Platz fünf

Lief vor herrlicher Landschaft in Slowenien auf Platz fünf: Bjarne Friedrichs. (Foto: bo)

Orientierungslauf: MTVer Bjarne Friedrichs erreicht bei fünftägigem Wettkampf im Slowenien gute Platzierung

Seesen. Die Sommerferienzeit wird bei den Orientierungsläufern immer mit den großen internationalen Meisterschaften (derzeit laufen in Italien die Senioren-WM, die bekanntlich 2012 im Harz mit dem Zentralort Bad Harzburg stattfanden) und Mehrtageläufen gefüllt. Ein solcher mit internationalem Renommee und 1200 Teilnehmern fand in der vergangenen Woche in Slowenien statt. Mit dabei auch der Seesener Bjarne Friedrichs, der gern an die Stelle seines bislang größten Triumphes mit dem Gewinn der Silbermedaille bei den Jugend-Europameisterschaften zurückkehrte.
Nach der ersten Etappe des fünftägigen OO-Cups, die er in der mit 67 Läufern besetzten Herren-Elite als ausgezeichneter Fünfter mit nur rund sieben Minuten Rückstand auf den Schweizer Ex-Weltmeister Daniel Hubmann beendete, folgten zwei Etappen in eben diesem Gelände der Jugend-EM, das trotz recht offenen Waldes aufgrund der vielen Dolinen höchste Aufmerksamkeit und sehr genaues Anorientieren der Posten erforderte. Zwei kleine Fehler und etwas zu vorsichtiges Anlaufen der Posten verhinderten bei geringen Zeitrückständen bessere Platzierungen als die Ränge sieben und neun, mit denen er weiterhin seinen 5. Platz in der Gesamtwertung halten konnte.
Auf der vierten, der Königsetappe mit 610 Höhenmetern bei einer Länge von 9,1 Kilometern Luftlinie, prägten steile Hänge und riesige Felsformationen mit ganz engen Felspassagen das Bild. Hier verschob sich das Klassement an der Spitze, der Norweger Millegard ging in Führung, aber Bjarne Friedrichs konnte trotz seines achten Platzes Rang fünf in der Gesamtwertung halten.
Zur fünften und somit Schluss­etappe ging es mit dem Sessellift bergauf zum Start und es folgte in dem sehr feingliedrigen Terrain mit vielen Steinen und Löchern überwiegend ein Downhill-Rennen, in dem er mit gerade einmal vier Minuten Rückstand Elfter wurde, seinen 5. Platz in der Gesamtwertung aufgrund der Konstanz in den Läufen aber behielt. Der Rückstand betrug letztendlich weniger als 20 Minuten bei einer Gesamtlaufzeit von etwa viereinhalb Stunden.
Aufgrund seiner guten Läufe konnte der Seesener in diesem Jahr zwar keine Topplatzierungen erringen, mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung sich aber sehr achtbar gegen Konkurrenten aus der erweiterten Weltspitze aus der Affäre ziehen und in dem höchst anspruchsvollen Karstgebiet seine technischen Fertigkeiten beweisen.