MTV-Damen machen es dem Spitzenreiter nicht leicht

Handball-Landesliga Braunschweig: Seesenerinnen verlangen den Gästen bei 18:21-Niederlage alles ab

Die 1. Handball-Damen des MTV Seesen konnte erneut keine Punkte einfahren und verlor am vergangenen Samstag mit 18:21 (13:12) gegen den Tabellenführer MTV Gifhorn. Mit einem durch weiterhin viele Ausfälle dezimierten Kader hielt man gut mit, es fehlte aber in der entscheidenden Spielphase die nötige Ruhe und Konzentration beim Abschluss.

Seesen (mp). Mit nur zwei Auswechselspielern musste das Kurzawa-Team antreten und meisterte diese Aufgabe mit einer fast schon formvollendeten Abgeklärtheit. Die Angriffe wurden lang ausgespielt um klare Chancen zu suchen. Dies klappte auch über weite Strecken sehr gut: Lediglich bis zu einem Spielstand von 0:3 ließ man den Gästen freie Hand, dann fingen die Mädels an Handball zu spielen und glichen beim 6:6 das erste Mal aus. Ab diesem Zeitpunkt diktierte man förmlich das Geschehen und schaffte es sogar die Führung zu übernehmen. Die Gifhorner versuchten im Angriff vornehmlich sich durch die Nahtstellen zu wühlen oder über Tempogegenstöße Tore zu erzielen. Doch die Seesener Abwehr stand in eigener Halle deutlich sicherer als im vergangenen Spiel und machte es dem Gegner schwer die Mauer zu überwinden.
Positiv aufgefallen ist Marnie Pieleck, die Sandra Waligorski auf der Rechtsaußenposition vertrat. Sie nutzte die durch super Zusammenspiele mit Tanja Klingebiel entstehenden Räume auf der Rechtsaußenposition und netzte treffsicher sieben Mal ein. Auch Fenja Oelhoff wurde am Kreis das eine ums andere Mal gut in Szene gesetzt und schaffte es dabei einige Strafwürfe herauszuholen. Diese Siebenmeter verwandelte dann zielsicher Henrike Schilling, die die Torhüterinnen fünf Mal überwinden konnte. Trotz aller Bemühungen merkte man ab der 50. Minute, dass die Gäste aus der Südheide die bessere Kondition hatten und im richtigen Moment die Spielerinnen für eine Pause auf die Bank schicken konnten, damit sie fit und voll konzentriert in die Endphase gehen konnten. Auch dass Torhüterin Lena Kühne in dieser Spielzeit mehrfach hundertprozentige Chancen vereitelte, brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg ein. Die Gäste konnten der platten Heimsieben mit schnellen Kontern in den letzten Minuten noch die greifbar nahen Punkte entreißen. Mit einem vollen Kader wäre hier sicher mehr drin gewesen; besonders schade ist dies unter dem Gesichtspunkt, dass die 2. Damen das Vorspiel bestritt, die jeweiligen Verantwortlichen es aber nicht schafften, Verstärkungen für die Erste zu organisieren, so dass man nur zwei Auswechselspielerinnen im Feld hatte und der komplette Rückraum durchspielen musste. Als Fazit kann man dennoch sagen, dass man mit einer konzentrierten und kämpferischen Leistung an guten Tagen mit jedem Team der Liga mithalten und daraus Mut für den Endspurt der Saison schöpfen kann.

MTV Seesen: Lena Kühne und Janet Goff im Tor, Marion Bosse, Henrike Schilling (7), Fenja Oelhoff (1), Karoline Schilling, Marnie Pieleck (7), Maike Jekel (1), Katja Rott (1) und Tanja Klingebiel (1).