MTV-Damen verlieren erneut

Regionsoberliga: Pleite bei Aufstiegskonkurrenz SG Sickte/Schandelah

Für die Regionsoberligadamen des MTV Seesen ging es in ihrem Nachholspiel gegen die SG Sickte/Schandelah um nicht wenig. Am späten Dienstagabend fuhr die erste Garnitur des MTV nach Sickte, um dort gegen die punktgleiche Mannschaft, um den zweiten Aufstiegsplatz zu kämpfen. Beide Teams trafen in dieser Saison das erste Mal aufeinander, da das Hinspiel im Dezember verlegt wurde. Mit etwas Pech musste sich Seesen jedoch 18:24 (8:13) geschlagen geben.
Wieder konnte der Kader aufgrund der Ausfälle von den Außenspielerinnen Gesa Klöppner und Karoline Schilling nicht vollständig auflaufen. Maren Hoffmeister, Katharina Mehrkens und Daria Tappe aus der zweiten Damen und der A-Jugend erklärten sich jedoch zum Aushelfen bereit.
Sichtlich motiviert und mit viel Kampfgeist begann Sickte die Partie und markierte mit einer schnellen 4:0-Führung ihr Revier. Seesen fand nur schleppend ins Spiel und kam lediglich ansatzweise in die Nähe ihrer Kontrahentinnen. Zu ihrem Unglück verletzte sich Torhüterin Janet Goff in der 27. Minute und war für den Rest des Spiels nicht mehr einsatzfähig. So musste Außenspielerin Sandra Waligorski den Seesener Kasten verteidigen, die Goff mit zwei gehaltenen Siebenmetern erstaunlich gut zu vertreten wusste.
Gegen Anfang der zweiten Hälfte blühte der MTV plötzlich auf. Bei einem Sieben-Tore-Rückstand verwandelten sie plötzlich jeden Wurf in einen Treffer und machten in der Abwehr dicht. Auch die Strafwurfausbeute seitens des MTV betrug erstmals 100 Prozent. Kampfbetont näherten sie sich Stück für Stück an die Gastgeber heran, sodass sie phasenweise nur noch ein Tor von ihnen entfernt waren. Allerdings wurden ihnen die Schnelligkeit und einige Schiedsrichterentscheidungen zum Verhängnis. Teilweise standen sie sogar in doppelter Unterzahl auf dem Feld. Demnach setzte sich die Heimsieben in der Endphase wieder etwas ab und siegten am Ende mit sechs Toren Vorsprung.
In der Tabelle kann es noch einmal richtig spannend werden, denn beide Mannschaften treffen Ende März in Seesen ein zweites Mal aufeinander. Hinzu kommt die HSG Nord Edemissen, die punktgleich mit Seesen auf Rang drei steht. Die Spitze der Tabelle ist also weiter eng beisammen.
Die Fabrytzek-Damen können vor der entscheidenden Phase erst einmal zu Kräften kommen. Denn das nächste Punktspiel findet erst am Sonntag, 7. April, statt. Dann empfangen sie die HF Helmstedt-Büddenstedt, die als ehemaliges Schlusslicht derzeit im Aufwind ist. Ein Highlight steht am Sonntag, 17. März, an. Dann wird das Endspiel der Pokalrunde ausgetragen. Die Seesenerinnen stehen im Finale auswärts der HSG Schladen-Hornburg II gegenüber und freuen sich auf ein spannendes und faires Spiel.

MTV Seesen: Janet Goff (Tor), Henrike Schilling (6), Mareike Kolle, Fenja Oelhoff (1), Maike Jekel (1), Paulina Renneberg (1), Imke Fleischmann (3), Fabienne Engel (2), Sandra Waligorski (2), Katharina Mehrkens (1), Daria Tappe (1) und Maren Hoffmeister.