MTV-Damen verpassen beim 26:23 den Pflichtsieg

Handballerinnen konnten über weite Strecken ihre Leistung nicht abrufen

Seesen (mp). Vor fast überwiegend heimischem Publikum in auswärtiger Halle musste sich die Mannschaft mit einer 26:23-(13:9)-Niederlage geschlagen geben.
Das Spiel begann für die Seesener Mädels schon mit einem Fehlpass nach dem Anpfiff. Dieser war bezeichnend für das ganze Spiel. So liefen die Damen außer bei einem Spielstand von 4:3 immer einem Rückstand hinterher.
Die offensive Deckung der Heimsieben machte es den Spielerinnen um Betreuer Bernd Fabrytzek – Trainer Uwe Kurzawa war mit seiner Jugendmannschaft unterwegs – zu schaffen. So kam ein Zusammenspiel im Angriff fast nicht zustande, und es wurde hauptsächlich versucht, durch Einzelaktionen ein Tor zu erzielen. Dies gelang überwiegend im Mittelbereich, da durch die vorgezogene Spielerin der HSG immer wieder die Mitte geöffnet wurde. Doch wie schon in den vorherigen Spielen, wurden auch hier die Chancen nicht ausreichend genutzt.
Lediglich die Abwehr der Gäste stand im Mittelblock so sicher wie in den letzten Spielen, doch die Heimsieben schaffte es immer wieder, ihre Außenspielerinnen in gute Wurfpositionen zu bringen. Da allerdings im Angriff der Ball ein ums andere Mal von den Northeimern abgefangen wurde und diese schneller nach vorn umschalteten als die MTV-Mädels den Rückwärtsgang einlegen konnten, fing man sich allein in der ersten Halbzeit sieben Kontertore.
Für die zweite Halbzeit nahm man sich vor, ruhig aufzuspielen und konzentriert seine Chancen zu suchen. Doch man verschlief auch hier wieder den Start und fing sich in dieser Phase fünf Tore hintereinander ein, so dass die Heimsieben auf 19:10 davonzog. Allerdings ließen die Seesener den Kopf nicht hängen und schafften es, durch Tempogegenstöße wieder bis auf vier Tore heranzukommen. Leider nahm der Trainer der Heimmannschaft seine Auszeit genau im rechten Moment, um den Lauf der Gäste zu unterbrechen. Man schaffte es zwar, noch bis auf 24:22 heranzukommen, aber die Northeimer waren dann einfach abgeklärter und spielten ihre Angriffe runter, so dass es den MTV-Damen nicht gelang, den Vorsprung noch einzuholen.
Vielleicht ist die Pause bis zum nächsten Spiel in zwei Wochen gegen Gut Heil Barum für die Mannschaft notwendig, um sich wieder auf alte Tugenden zu besinnen und Routine in die Spielabläufe zu bekommen.
MTV Seesen: Lena Kühne und Jordes Jeser im Tor, Marion Bosse, Henrike Schilling (5), Sandra Waligorski (6), Gesa Klöppner (2), Marnie Pieleck (2), Maike Jekel (2), Katja Rott (4), Frauke Kolle und Tanja Klingebiel (2).