MTV-Handballer greifen nach letztem Strohhalm

Die beidenTeams schenkten sich nichts.
 
MTV-Trainer Bernd Philipps.

Landesliga Braunschweig: Nach dem 33:27 gegen die HSG Plesse-Hardenberg II keimt die Hoffnung wieder auf

Nach einer soliden Leistung konnten sich die Seesener Handballer in der Landesliga den zweiten Sieg in Folge erkämpfen. Mit 33:27 wurden die Gäste aus Plesse aus der Seesener Halle geschickt. Mit nunmehr vier Punkten auf der Habenseite haben die Vorharzstädter es im Abstiegskampf wieder spannend gemacht, auch wenn die eigene Konkurrenz aus Groß Lafferde an diesem Wochenende gegen den Northeimer Handballclub punkten konnte.
Nachdem sich die Seesener Handballfans, trotz der eisigen Temperaturen in Seesen, in der Sporthalle II zusammenfanden, wurde das 16. Saisonspiel für den MTV Seesen von den Unparteiischen angepfiffen. Mit tatkräftiger Unterstützung des Delta DJ-Teams um Björn Ibenthal und einer super Stimmung von der Tribüne haben die Handballer auf dem Hallenparkett auch gleich richtig losgelegt.
Die Gastgeber konnte sich gleich von Anfang an ein kleines Torpolster erspielen. Mit André Thomas und Steffen Kühne war die Mannschaft des MTV wieder gut aufgestellt und das gewohnt schnelle Angriffsspiel des Seesener Rückraummitte-Spielers war Grund dafür, dass die Hausherren schnell mit fünf Toren in Führung gehen konnten. Das Ergebnis hätte in der ersten Halbzeit durchaus höher ausfallen können, so wurden viele 100-prozentige Torchancen vergeben. Nachdem sich die Abwehr auf das Angriffsspiel der Gäste eingestellt hatte, konnten die sieben Feldspieler des MTV auch den gefährlichsten Torschützen der Gäste kaltstellen. Auch den gegnerischen Kreisläufer hatten die Männer um Bernd Philipps und Bernd Fabrytzek gut „im Griff“. Die beiden Landesligamannschaften trennten sich zur Halbzeit mit 17:13 Toren.
Im ersten Drittel des zweiten Spielabschnitts hatte sich der Seesener Schlendrian wieder eingefunden. Mit vielen unkonzentrierten Aktionen haben die Gäste aus dem Raum Göttingen schnell zwei Tore erzielen können. Der Seesener Rückraum, mit Steffen Kühne und Christian Stöpler auf der linken und rechten Rückraumseite, erwiesen sich an diesem Tag jedoch als sichere Torschützen und der schnelle Linksaußen, Jan-Niklas Liedtke, hat ein ums andere Mal den gegnerischen Torhüter aufs Korn genommen und mit Würfen in die kurze Ecke überwunden. Zehn Minuten vor dem Ende konnten die Gegner durch egoistische Einzelaktionen der Seesener ein Unentschieden erzielen und es kam noch dicker. Im direkten Gegenzug wurde der Ball wieder schnell hergegeben und die Gäste aus Plesse gingen mit 26:27 in Führung. Trainer Philipps zückte das Team-Timeout im richtigen Augenblick und ermutigte seine Schützen noch einmal für die Endphase des Spiels. Mit einem heute Rechtsaußen spielenden Niklas Fleischmann hatte Trainer Philipps eine richtige Entscheidung getroffen und Fleischmann konnte mit schönen Toren wieder die Wende bringen. Mit gezielten Toren des Seeseners Steffen Kühne und Kreisläufer Hendrik Liedtke wurden die Gäste wieder auf Abstand gehalten. Stefan Haasler konnte sich mit einem schönen Kontertor zur Musik von Cora feiern lassen und auch Torhüter Adrian Senkbeil war Garant dafür, dass die Gäste in den Schluss­minuten keine Tore mehr erzielen konnten. Schließlich hat sich die 1. Herren mit 33:27 Toren verdientermaßen durchgesetzt und bereitet sich nun auf die kommende Woche vor.
Auch wenn die Entscheidungen der beiden Unparteiischen stellenweise sehr einseitig ausfielen, konnten die Jungs aus Seesen mit ihren Fans den zweiten Sieg in Folge feiern.
Der Mannschaftsgedanke ist in diesem Team wieder zurückgekehrt und vielleicht können die Harzstädter noch für die eine oder andere Überraschung in der Handballsaison 2011/2012 sorgen. Möglicherweise schaffen es die Männer mit dem neuen Trainergespann, sich auch in der kommenden Saison mit den stärksten Mannschaften aus dem Bezirk Braunschweig zu messen.

MTVSeesen: Adrian Senkbeil und Lars Nitsche im Tor, Niklas Fleischmann (5), Christian Stöpler (8), Robert Fiebig, Steffen Kühne (9), Karsten Krüger (1), Patrick Belke (1), Max Carlo Wenig, Jan-Niklas Liedtke (5), Hendrik Liedtke (2), Stefan Haasler (2), Patrick Heine und André Thomas.