MTV-O-Läufer verbuchen weitere Erfolge

Seesen (df). Mit den deutschen Bestenkämpfen im Ultralang-OL und einem Bundesranglistenlauf setzten die Orientierungsläufer ihr Wettkampfprogramm fort. In dem relativ flachen Mittelgebirgsvorland östlich von Chemnitz, das durch viele Gräben und Gruben sowie wechselnde Bestände gekennzeichnet ist und bis auf Holz­einschlagbereiche recht gut belaufbar war, konnten die beteiligten OLer des MTV Seesen erneut mit überzeugenden Läufen aufwarten.
Für die Bestenkämpfe im Ultralang-OL galt Bjarne Friedrichs auf der 21,2 Kilometer langen Strecke der Herren-Elite sicherlich nicht zu Unrecht als Mitfavorit, aber nach knapp dreiwöchiger Verletzungspause verzichtete er wohlweislich auf seinen Start. So blieb es an seiner Schwester Birte und Ole Hennseler, mit ihren erfreulichen zweiten Plätzen auf den Strecken der D14 beziehungsweise H14 zu glänzen.
Sehr erfolgreich verliefen dann die Bundesranglistenläufe im Mittel-OL am Sonntag. Bjarne Friedrichs musste sich nach 6,0 Kilometern und 170 Höhenmetern nur Sören Lösch vom USV Jena um 25 Sekunden geschlagen geben und hätte mit diesem Ergebnis auch zufrieden sein können, wenn sich nicht im letzten Drittel der Strecke wieder Schmerzen eingestellt hätten. So droht nun eine weitere Trainingspause. In der D14 drehte Birte Friedrichs auf der 2,1 Kilometer kurzen Runde den Spieß um und machte aus dem Zehn-Sekunden-Rückstand vom Vortag gegenüber der ein Jahr älteren Dorothea Müller aus Dresden einen Vorsprung von 17 Sekunden und holte sich im zweiten Rennen bereits den zweiten Bundesranglistensieg. In der H14 warfen zwei kleinere Ungenauigkeiten zu Beginn des Rennens Ole Hennseler doch so weit zurück, dass er knapp auf den fünften Rang verwiesen wurde.
Ein weiterer toller zweiter Rang ging auf das Konto von Ulrike Friedrichs. Die kurze Strecke von 2,6 Kilometer kam ihr entgegen und so konnte sie nach fehlerfreiem Lauf etliche in der Bundesrangliste vor ihr platzierte Läuferinnen der D50 hinter sich lassen, die zwar läuferisch ihr überlegen sein mögen, aber nicht so sauber die Posten anorientieren. Zufrieden zeigte sich auch Detlev Friedrichs mit seinem ersten Rennen in der neuen Alters­klasse H60. Trotz einiger Ungenauigkeiten beim Orientieren kam er mit dem Gelände gut zurecht und landete als Achtplatzierter immerhin im Vorderfeld.