MTV-OLer gewinnen auch in Quedlingburg

Die große OL-Gruppe des MTV Seesen beim Landesranglistenlauf in Quedlingburg.

Orientierungslauf: Zwei Siege und weitere Podestplätze bei der ältesten deutschen OL-Veranstaltung

Zum zweiten Landesranglistenlauf der noch jungen Saison reisten Niedersachsens Orientierungsläufer nach Sachsen-Anhalt, um mit den dortigen Athleten gemeinsam um die jeweiligen Ranglistenpunkte zu kämpfen. Dafür stand mit der 56. Kreismeisterschaft des Kreises Quedlinburg die älteste deutsche OL-Veranstaltung zur Verfügung, die allerdings wegen der Schneemengen im Harz von Friedrichsbrunn kurzfristig nach Quedlinburg verlegt werden musste. Die knapp 200 Läuferinnen und Läufer bedankten sich für die Flexibilität der Organisatoren und einer schöne Veranstaltung, die zwar bei Sonnenschein stattfand, aber auch am Harzrand noch mit größeren Schneeflächen den Sportlern zu schaffen machte.
Die Schneedecke an den Nord- und Ostflanken dieser dem Harz vorgelagerten Hügelkette kostete zwar viel Kraft, hatte aber immerhin den Vorteil, dass der Unterbewuchs, vornehmlich Brombeerranken, sich nicht so störend bemerkbar machen konnten. Ansonsten war das Laufgebiet von vielen Löchern und Gruben und einer ehemaligen Tonkuhle geprägt und dadurch eher unübersichtlich. Der MTV Seesen war einem großen Kontingent von elf Aktiven angereist und stellte mit den beiden gerade aus dem Bundeskader-Trainingslager in Tschechien zurückgekehrten Ole Hennseler und Birte Friedrichs auch zwei Sieger.
Zwar war auch der dritte Tschechien-Fahrer Bjarne Friedrichs in der Herren-Elite gemeldet, er verzichtete aber wegen einer erneuten Achillessehnenreizung. Ihn vertrat der 47-jährige Gottfried Labuhn, der sich gerade in der Vorbereitung auf einen Marathonlauf befindet, gegen die jüngere Konkurrenz gar nicht einmal so schlecht. Auch Martin Hennseler hielt sich in der H-40 als viertbester Niedersachse sehr wacker. In der D-50 musste sich Ulrike Friedrichs zwar einer Läuferin aus Magdeburg geschlagen geben, erwies sich aber einmal mehr in anspruchsvollem Terrain als beste Niedersächsin.
In der D-16 hielt Birte Friedrichs ihre Braunlager-Kollegin Karolin Kühnhold doch überaus deutlich auf Distanz, erfreulich aber der 3. Platz von Zoe Limberg, die immer sicherer wird, in dieser Kategorie. Nicht so gut lief es hingegen für Meike Hennseler und Linda Sosanski in der D-14 mit hinteren Rängen. Auch Ole Hennseler bot eine souveräne Vorstellung und siegte mit mehr als sieben Minuten Vorsprung in der H-16. Da Jan Herrmanns noch relativ unerfahren in dieser Sportart ist, startete er außer Konkurrenz bei den 14-Jährigen, musste in dem unübersichtlichen Gelände aber doch Lehrgeld bezahlen. In der H-12 verpasste der jüngste Läufer Theo Hennseler nur um wenige Sekunden Rang zwei, Aaron Wandelt folgte als Fünfter im Mittelfeld.