MTV-OLer überzeugen beim Euromeeting in Tirol

Ole Hennseler (rechts auf dem Podium) belegte in der Gesamtwertung Platz drei.
 
Bjarne Friedrichs.

Im österreichischen Wipptal zeigten die Seesener Orientierungsläufer gute Leistungen / Platz drei für Ole Henseler

Drei Wochen nach den Weltmeisterschaften der Orientierungsläufer stand im österreichischen Wipptal mit dem Euromeeting ein weiteres Großereignis auf dem Programm. Diese normalerweise für die jeweils zweite Garnitur der beteiligten Nationen gedachte Veranstaltung mit drei Weltranglistenläufen erhielt in diesem Jahr eine Aufwertung und somit starke Resonanz, weil viele Aktive ein ähnliches Gelände wie bei der im nahen Südtirol 2014 anstehenden Weltmeisterschaft vermuteten und sich auf diesen Geländetyp einstellen wollten. So weilte auch der Seesener Bjarne Friedrichs mit einem Teil des deutschen Nationalteams im Nachbarland, begleitet von den beiden Nachwuchsläufern Birte Friedrichs und Ole Hennseler, die im parallel dazu stattfindenden internationalen Drei-Tage-Lauf an den Start gingen und sich prächtig schlugen.
Zwar ließ die Organisation manchmal zu wünschen übrig, die Landschaft und die bei dem herrlichen Sommerwetter eindrucksvolle Kulisse entschädigten aber vollkommen. Der erste Lauf wurde als Sprint in der Olympia World von Innsbruck ausgetragen, bot aber wenige Routenwahlentscheidungen und war eindeutig läuferisch betont. So verwunderte es wenig, dass die deutschen Läufer, von denen Bjarne Friedrichs als 41. noch der beste war (wie auch an den folgenden Tagen), unter den 65 Teilnehmern nichts zu besehen hatten. Das Mitteldistanzgelände rund um den Obernberger See unweit vom Brenner hatte schon skandinavischen Charakter und war auch durch die vielen Steine sehr diffus, so dass kaum ein Aktiver von Fehlern verschont blieb. Bjarne Friedrichs verbesserte sich zwar auf den 35. Rang, war aber mit der Kartierung und seinem Rückstand auf den siegreichen Weltmeister Olav Lundanes aus Norwegen sichtlich unzufrieden. Auf der abschließenden Langdistanz, die auf 1600 Meter Höhe in der Nähe des Klosters Maria Waldrast ausgetragen wurde und von abwechslungsreichem Terrain und steilen Anstiegen geprägt war, konnte er jedoch noch einmal überzeugend auftreten und als 21. den Rückstand auf den erneut souverän siegenden Lundanes überschaubar halten und dafür gute Weltranglistenpunkte kassieren.
Auch in den Schülerklassen begaben sich gutklassige internationale Felder an den Start. In der D14 zeigte Birte Friedrichs im Sprint und auf der abschließenden Etappe mit jeweils zwei ausgezeichneten zweiten Plätzen ihre Klasse. Leider verhinderte eine größere Suchaktion auf der zweiten Etappe, als sie erst nach mehrmaligem Anlaufen den richtigen Stein in einem unübersichtlichen Felsengebiet fand und nur 14. wurde, einen möglichen Podestplatz in der Gesamtwertung. Diesen schaffte allerdings erfreulicherweise Ole Hennseler in der H14 mit konstant guten Läufen.
Nach einem vierten Rang beim Sprint durch die „Olympia World“ am Fuße des Bergisel und einem starken dritten Rang auf der teilweise kniffligen zweiten Etappe, auf der er sich kurz vor dem Ziel leicht verletzte, reichte ein fünfter Rang auf der Schlussetappe, um als Gesamtdritter noch einen Pokal in Empfang nehmen zu dürfen.