MTV-Orientierungsläufer mit vier Medaillen bei Landesmeisterschaften im Sprint-OL

Erfolgreiche MTV-Orientierungsläufer (von links): Detlev Friedrichs, Ole Hennseler, Birte Friedrichs und Ulrike Friedrichs. (Foto: bo)
Seesen (df). Ein topfebenes, ehemals militärisch genutztes Wiesengelände mit kleinen Baumbeständen, kleine ortsnahe Waldgebiete mit einem steileren Hügel sowie ein Siedlungsgebiet waren das Areal, in dem bei Langenhagen die niedersächsischen Orientierungsläufer ihre diesjährigen Titelkämpfe im Sprint-OL austrugen. Überwiegend Luftlinienlaufen war also gefragt, kein Vergleich mit den kniffligen Routenwahlproblemen, die der MTV Seesen vor Jahresfrist in Bornhausen den Aktiven stellte. Dennoch überzeugten die MTV-OLer auch ohne ihr Aushängeschild Bjarne Friedrichs mit drei Gold- und einer Silbermedaille.
Eine recht knappe Entscheidung gab es in der D50, lagen nach beiden Läufen in der Zeitaddition doch alle Teilnehmerinnen innerhalb von wenigen Minuten beisammen. Ulrike Friedrichs hatte im ersten Lauf einen scheinbar beruhigenden Vorsprung herausgelaufen, den sie aber im zweiten Lauf nach einem Fehler teilweise wieder einbüßte. Doch es reichte nach längerer Durststrecke wieder einmal für einen weiteren Landestitel. Ehemann Detlev musste bis zu seinem Eintritt in die Altersklasse H60 warten, um endlich seinen ersten Einzeltitel auf Landesebene zu erzielen. In Abwesenheit des hohen Favoriten nutzte er mit zwei fehlerfreien Läufen zielstrebig seine Chance und distanzierte seine Konkurrenten überraschend deutlich.
Seine Klasse stellte Ole Hennseler in der H14 einmal mehr unter Beweis. Mit zwei überzeugenden Siegen hielt er seine durchaus auch leistungsfähigen Gegner klar in Schach und verteidigte seinen Vorjahrestitel. Nach Bestzeit im ersten Lauf lag auch Birte Friedrichs lange Zeit auf Goldkurs; noch am letzten Posten des zweiten Laufes hatte sie zwei Sekunden Vorsprung auf ihre Dauerkonkurrentin Karolin Kühnhold aus Braunlage. Auf dem Weg zum Ziel entschied sie sich jedoch für den vermeintlich kürzeren, in der Realität aber zugewachsenen Weg und verlor so durch den erforderlichen Umweg wertvolle Sekunden und musste sich schließlich mit der Silbermedaille begnügen.
In der H40 war Martin Hennseler nach längerer Wettkampfpause noch nicht fit genug, um sich über den sechsten Rang hinaus zu platzieren. Gottfried Labuhn (H45) griff sich leider eine falsche Karte und konnte nicht in die Wertung kommen. Die Strecken der H12 waren für den achtjährigen Theo Hennseler doch noch zu schwer, so dass er Lehrgeld zahlen musste, aber auch an Erfahrung gewann.