Nulldiät vor Rekordkulisse von 1200 Zuschauern

 

Oberliga Niedersachsen: Spitzenspiel zwischen GSCGoslar 08 und BV Cloppenburg endet torlos Unentschieden

Das hatten sich die offiziell 1200 Zuschauer in der S-Arena in Goslar sicher anders erhofft: Torlos endete die Partie des Spitzenduos der Oberliga, zwischen dem Goslarer SC und dem Verfolger BV Cloppenburg. Dabei war trotz Dementis unter der Woche sogar zu aller Überraschung Justin Eilers in der Startelf. Sein Stern war in Goslar nämlich beim Hinspiel aufgestiegen, als er in Cloppenburg beim 4:1 des GSC mit drei Toren glänzte.
„Er hat ganz allein entschieden, ob er es seinem Knie zutraut“, sagte Trainer Manfred Wölpper zu Eilers Aufstellung. „Wir haben da alles riskiert“, gesteht der Trainer, in dem Fall allerdings ohne zu gewinnen, noch zu verlieren. Immerhin bleibt als positiver Aspekt hängen, dass Eilers über 70 Minuten durchspielte und „vom Bewegungsablauf alles in Ordnung ist“, wie Wölpper befand. Allerdings gestand Wölpper, dass dem Torjäger „noch etwas Spritzigkeit fehlte“.
Doch ist das 0:0 nicht an Eilers festzumachen. Es war eine Partei „auf Augenhöhe“, wie Wölpper sagte. Womit er sicher recht hatte, aber dennoch hätte das Spiel einige Strafraumszenen mehr vertragen. Es schien, dass beide Mannschaften etwas mehr Risiko für den Sieg scheuten. Zu bewusst waren sie sich der schnellen Stürmer des Gegners, wollten nicht Gefahr laufen, dass der Mut mit einem Gegentor bestraft wird. So pendelte der Großteil der Partie eben zwischen den Strafräumen. Slavomir Lukac und Alessandro Caruso ließen hinten nichts anbrennen, Cloppenburgs Goalgetter Jonas Wangler und Rogier Krohne kamen nicht zum Zug.
Aber auch auf der anderen Seite waren Torchancen Mangelware. Muhamed Alawie kam ebenso wenig zum Zug wie sein sonst kongenialer Partner Eilers. Ein Kopfball knapp am Kasten der Gäste vorbei sowie ein mal guter Schuss von Corvin Behrens, bei dem sich Gästekeeper Stefan Tilling richtig strecken musste, waren nahezu alles, was auf das BV Cloppenburg-Tor kam. Doch auch der Gast hatte nicht mehr aufzubieten. Zwar erschreckte er gleich nach zwei Minuten den GSC, als Wanglers Sololauf zur Grundlinie sowie der anschließende Pass quer und unberührt durch den Fünfmeter-Raum des GSC segelte, aber das war es dann auch nahezu.
Auch nach der Pause war der Blick zum Himmel, an dem eine schwarze Wolkenwand sich Richtung Stadion schob, manches Mal spannender. Doch ein Unwetter wie gegen Heeslingen blieb den Goslarern erspart, allerdings eben auch ein Tor. „Für die Zuschauer wäre ein 2:2 sicher attraktiver gewesen“, gestand Wölpper nach der „von Taktik geprägten Partie“. Er selbst war zufrieden, schließlich hat sich der Vorsprung zu Cloppenburg nicht verändert. „Wir wollten zu Null spielen, und das haben wir geschafft“, sagte Wölpper. Den Aufstieg kann man seiner Elf nur noch theoretisch streitig machen, nun soll auch noch die Oberliga-Meisterschaft her. Auch diesbezüglich war das Remis ein Schritt. Kommenden Sonntag steht die nächste Hürde an. Da müssen die Kaiserstadt-Kicker gegen die Reserve von Eintracht Braunschweig Farbe bekennen.

Goslarer SC: Nico Lauenstein - Tim Rubink, Slavomir Lukac, Alessandro Caruso, Nils Pölzing - Blerim Rrustemi, Peter Endres - Tezcan Karabulut (79. Filip Sajbidor), Justin Eilers (73. Steve Ridder), Corvin Behrens - Muhamed Alawie.

Tore: Fehlanzeige