Pilotprojekt: Kreisliga Goslar spielt auf kleine Tore

Im NFV-Kreis sollen am Sonntag erstmalig die für die FIFA-WM 2022 geplanten neuen Maße getestet werden

Ein höchst spannendes Pilotprojekt haben der Deutsche Fußballbund, der Niedersächsische Fußballverband und der NFV-Kreis Goslar relativ kurzfristig anlaufen lassen. Ab Sonntag, 1. April, wird in der Fußball-Kreisliga Goslar auf kleinere Tore gespielt. Damit wird zum einen dem Umstand Rechnung getragen, dass in der Kreisliga Goslar im Vergleich zu anderen Kreisligen im Gebiet des NFV häufig zu viele Tore fallen. Auf der anderen Seite – und das ist der eigentlich ausschlaggebende Grund – will die FIFA bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im Jahr 2022 ebenfalls auf die neuen kleineren Tore spielen und damit denFußballsport revolutionieren. Die Idee stammt vom amtierenden Generalsekretär der FIFA, Joseph Blatter.Die Planspiele wurden bisher noch geheim gehalten, nehmen nun aber immer konkretere Formen an.
Ob die Idee aufgeht, steht noch in den Sternen, sicher aber ist, dass am Sonntag in der Kreisliga Goslar auf Tore der Maße 4,42 Meter in der Breite und 1,84 in der Höhe gespielt wird. Die bisherige Torgröße betrug 7,32 Meter in der Breite und 2,44 Meter in der Höhe.
Dass sich DFB und NFV ausgerechnet die Kreisliga Goslar ausgesucht haben, hat übrigens noch einen weiteren Grund. Im Seesener Stadtteil Rhüden ist schließlich mit dem Unternehmen Haspo-Sportgeräte ein global agierender Hersteller von Fußballtoren tätig, der gemeinsamen mit den Vereinen vor Ort nun die logistischen Maßnahmen schnell und unbürokratisch durchzuführen hat.
So sollen Vereinsvertreter der Mannschaften, die am morgigen Sonntag Heimrecht haben, die neuen Tore erhalten. Und zwar kostenlos – gesponsert werden die Tore von Scheich Hamet Spilbal aus Katar. Die ersten Vereine, die sich über die neuen Tore freuen dürfen, sind der VfL Oker, Union Seesen, FCOthfresen, VfL Liebenburg, FC Rot-WeißRhüden, TSKVGoslar und der TSVMünchehof.
Die Tore werden am 1. April gegen 10 Uhr am Vormittag auf die Plätze geliefert, damit dem Punktspielbetrieb nichts im Wege steht. Die Zuschauer dürfen schon jetzt gespannt sein, wie die Akteure mit den neuen Maßen zurechtkommen werden.