„Seesen Open“ bringen Nachwuchs nach Seesen

Der Seesener Nico Fabiniak wurde in der U10-Nebenrunde Dritter.
 
Die Platzierten der Haupt- und Nebenrunde in der Altersklasse U9-Midcourt mit Turnierleiterin Kerstin Engel. Fotos: Engel

TC Seesen richtet auf seiner Anlage Turnier für Acht- bis Zwölfjährige Tennisspieler aus

Am zweiten Wochenende des Augustes war die Tennisanlage des TC Seesen voll von jungen Nachwuchsspielern im Alter von acht bis zwölf Jahren. Grund dafür waren die ersten Seesener Open, die erstmals vom TC Seesen ins Leben gerufen wurde.

Um bei diesem Spektakel mitzumischen reisten die Kids bei herrlichem Wetter aus ganz Niedersachsen auf die Seesener Tennisplätze in der Kurparkstraße. Zwar wurde in den vergangenen Jahren traditionellerweise das Turnierleben durch die Austragung einer Etappe des Harz Heide Cups in Seesen aufrecht erhalten, doch drohte diese in den letzten Jahren unterzugehen.
Kerstin Engel als 1. Vorsitzende des TC Seesen erklärte sich dazu bereit, eine durch den niedersächsischen Tennisverband eingeführte Ranglisten Turnierserie namens „Green & Orange Cup“ in die Seesener Vorharzstadt zu holen. Der Ursprung des Namens dieser Serie liegt in dem Play&Stay-Konzept des Verbandes, das das Ziel verfolgt, Kindern unter zehn Jahren das Tennisspielen durch weichere Bälle, kleinere Schläger und Felder zu vereinfachen. Jedem Feld werden verschiedene Ballsorten und Farben zugeordnet. Orange steht für das Midcourt, das etwas kürzer ist als das gewöhnliche Großfeld und auf dem mit zu 50 Prozent Luft reduzierten Bällen gespielt wird (Altersklasse U9). Die Altersklasse U10 spielt bereits auf dem normalen Feld mit grünen Bällen, dessen Luftdruck um 25 Prozent verringert wurde.
Neben der U9 und U10 entschied sich der Vorstand des TC dazu, die Altersklasse U12 mit in den Turnierplan aufzunehmen und machte aus dem Green- & Orange Cup ein eigenes Turnier, an dem die Seesener Spieler in jeder Disziplin vertreten waren und um Ranglistenpunkte sowie den Siegerpokal kämpften. Doch noch viel bedeutender war für sie die Erfahrung, an einem Turnier mit von der Partie zu sein, denn gegen die leistungsstarke Konkurrenz der großen Tennismetropolen wie dem BTHC Braunschweig, TSC Göttingen, TC Gifhorn oder den Kids der Tennisbase DTV Hannover war ein Weiterkommen der Seesener nicht garantiert.

Leonora Zimmermann erreicht Halbfinale

Bei den Juniorinnen U12 durften die Verbandsligistinnen Leonora Zimmermann sowie die Stubhan-Drillinge als Turnierspielerinnen gewiss nicht fehlen. Celina und Catjana Stubhan verloren deutlich in der ersten Runde und gingen folglich in der Nebenrunde an den Start. Hinzu kam die dritte Schwester Ciara nach einer knappen 6:1, 4:6, 15:13-Niederlage im Championstiebreak gegen Sophie Greiner vom TC GW Gifhorn. Catjana schaltete Celina im Halbfinale der Nebenrunde aus und gewann im Endspiel gegen Hermine Brembt vom TK Goslar, die Ciara zuvor besiegte. Im Spiel um Platz drei hatte Ciara gegen Celina die Nase vorn.
Leonora hingegen kämpfte sich im Hauptfeld der Juniorinnen von Runde zu Runde. Im Halbfinale scheiterte sie letztendlich nach einem nervenaufreibenden Duell gegen die spätere Siegerin Tea Lukic vom TC Gifhorn, in dem sie mehrere Matchbälle zum Einzug ins Finale vergab (2:6, 7:6, 16:14). Im Spiel um Platz drei bestätigte die Seesenerin ihr Talent gegen Vanda Vargova vom TC Fallersleben mit einem 6:0, 6:0 Sieg.
Bei den Junioren U9 gingen die Midcourt-Spieler Noah Sander, Tizian Salau und Oskar Biermann an den Start. Zu ihrem Pech trafen die Turnierneulinge Noah und Tizian gleich in der ersten Runde auf den späteren Zweit- und Drittplatzierten des Hauptfeldes und landeten demnach im B-Feld des Turniers. Doch auch dort konnten die beiden keine Punkte gegen die Konkurrenz machen, was das hohe Niveau dieses Feldes betont. Oskar schaffte es im Hauptfeld nach einem Freilos und einem makellosen 4:0:4:1 Sieg über Joschua Mönnich vom TC Wulften bis ins Viertelfinale, musste dann aber von Marc Soriano vom Braunschweiger THC eine Niederlage in Kauf nehmen.
Auch Nico Fabiniak, Henri Schubert und Paul Pägert bekamen die Spielstärke der Junioren U10 zu spüren und schieden jeweils im ersten Match aus. In der Nebenrunde machten sie ihre Sache dafür umso besser: Zwar verlor Henri gegen den späteren Sieger, zeigte er jedoch in einem Drei-Satz-Match sein Können und machte Jesper Jacobsen vom TSC Göttingen den Einzug ins Halbfinale keineswegs leicht. Dort wartete bereits Henris Teamkollege Nico Fabiniak, der sich zuvor einen 2:4, 4:1, 10:6 Sieg über Konrad Vollbrecht sicherte. Auch Nico konnte Jesper nicht bezwingen, landete dafür aber auf dem dritten Rang der Nebenrunde. Paul Pägert verlor in der ersten Runde gegen den späteren Zweitplatzierten Jan Bergmann vom Bovender SV.

Moritz Weißberg Zweiter der Nebenrunde

Als einziger Seesener ging Moritz Weißberg in der Disziplin Junioren U12 in die Startlöcher. In der ersten Runde traf der gesetzte TC-Spieler auf Ludwig Vollbrecht vom TC Bad Harzburg und lieferte sich mit ihm ein nahezu endloses Spiel, das letztendlich 6:2, 3:6, 13:11 von Ludwig gewonnen wurde. In der Nebenrunde bekam er es mit dem Braunschweiger Felix Weber zu tun, den er souverän nach Hause schickte. Im Finale schliff er gegen Fabian Klein vom TC Fallersleben nur knapp am Siegerpokal vorbei.
Auch wenn die meisten TC Nachwüchse nicht unbedingt in den Genuss kamen, die großen Preise abzugreifen, war es für sie eine tolle Erfahrung, beim eigenen Turnier mitmischen zu dürfen. Unterstützt wurden die ersten Seesener Open von der Landessparkasse, der Deutschen Bank und der Volksbank, die viele Siegesprämien zur Verfügung stellten. An einer von Berghöfer Edeka gesponserten Obstbar, mit der vom „Casa Möhle“ zusammengestellten Turnierspeisekarte und der „süßen Theke“, an der Crêpes und Waffeln frisch gebacken wurden, konnten Spieler und Begleiter Kräfte tanken und den kleinen Hunger zwischendurch sättigen.
Unterm Strich ist sich Kerstin Engel als Turnierleiterin mit ihren fleißigen Helfern sicher, dass das Turnier nicht nur großer Spaß für die Spieler war, sondern auch eine gute überregionale Werbung für den Verein darstellte. Dieser Eindruck wurde zudem von vielen Elternteilen über positives Feedback bestätigt und wer weiß, vielleicht können sich turnierhungrige tennisbegeisterte Kids auf eine zweite Auflage der „Seesener Open“ im Sommer 2014 freuen.