SG in Sachen Fairness wieder weit oben

Die SG Ildehausen/Kirchberg ist in Sachen Fairplay weiter ein Vorbild für fast alle Mannschaften in Niedersachsen. (Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de)

Fußball: Ildehausen/Kirchberg liegt zur Halbzeit auf Platz sieben im VGH-Fairness-Cup

Halbzeit im VGH-Fairness-Cup 2015/16. Von den niedersächsischen Kreisligen bis zur 1. Bundesliga sind in 68 Staffeln fast 7.500 Begegnungen von 1.006 niedersächsischen Mannschaften hinsichtlich der Verteilung von Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten ausgewertet worden. Das Ergebnis: Im Fairness-Ranking überwintert mit der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst die Mannschaft an der Tabellenspitze, die in der vergangenen Saison den Gesamtsieg hinter dem MTV Barum nur knapp verpasste. Der Diepholzer Kreisligist führt die aktuelle Fairnesswertung mit einem relativ komfortablen Vorsprung an. Lediglich neun Gelbe Karten hat die vom Ex-Profi Dirk Hofmann trainierte Mannschaft in ihren bisherigen 16 Saisonspielen erst erhalten.
Aus dem lokalen Bereich kann da nur die SG Ildehausen/Kirchberg mithalten. Nach dem 3. Platz zum Ende der vergangenen Saison, liegt die SG derzeit auf dem 7. Rang. 14 Spiele und neun Gelbe Karten würden sogar Platz zwei bedeuten. Doch die eine Rote Karte wirft die Mannschaft ein wenig zurück. Mit einem Wert von genau „1“ ist der Rückstand auf den Zweitplatzierten TSV Steinbergen (Kreisliga Schaumburg), der einen Wert von 0,9375 aufweist, allerdings noch nicht sehr groß. Lediglich der Spitzenreiter ist mit einem Quotienten von 0,5625 schon enteilt.
Auf Kreisebene steht der NFV-Kreis Nordharz im Mittelfeld. Mit einem Durchschnittswert von 2,773 belegen die Nordharzer Teams momentan Platz 24 aller 43 niedersächsischen Fußballkreise. Besser stehen da die Hildesheimer da. Der Wert von 2,7099 bedeutet zur Halbzeit Platz 15. Deutlich weiter hinten, nämlich auf Rang 34, liegt der Kreis Göttingen-Osterode, dessen Mannschaften im Schnitt 2,9983 Punkte sammelten. Der fairste aller Kreise ist derzeit der Kreis Lüchow- Dannenberg, der zuletzt 2014 den Kreisvergleich gewann. Dessen 16 bewertete Mannschaften kommen auf einen Durchschnittswert von 2,16. Die fünf bewerteten Teams aus Wittmund tragen mit einem Quotienten von 3,31 die rote Laterne.
Dass sich fair und erfolgreich nicht ausschließen müssen, belegt die Wertung auch sehr deutlich. Unter den ersten 50 Mannschaften sind gleich elf Tabellenführer ihrer Staffeln. Hinzu kommen drei Zweit- und vier Drittplatzierte. Ein Blick auf die niedersächsischen Top-Klubs: Bundesligist Hannover 96 belegt derzeit den 158. Platz, Ligarivale VfL Wolfsburg Rang 285. Zweitligist Eintracht Braunschweig rangiert auf Platz 509 und Drittligist VfL Osnabrück nimmt Platz 389 ein.
Der Sieger in Deutschlands größtem Fairnesswettbewerb wird neben einer Ehrung mit einem Wochenendtrainingslager im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen belohnt. Weit vorn zu landen lohnt sich aber auch für alle übrigen Teams. Die zweitplatzierte Mannschaft wird von der VGH zu einem Bundesligaspiel eingeladen, für Platz drei gibt es einen Sportartikelgutschein im Wert von 1.500 Euro. Die VGH-Versicherungen und die Öffentlichen Versicherungen aus Braunschweig und Oldenburg zeichnen darüber hinaus in ihren Regionaldirektionen die jeweils drei fairsten Teams aus. Diese Mannschaften erhalten Pokale, und zusätzlich profitiert jeweils eine Jugendmannschaft der ausgezeichneten Teams. Denn für die Plätze eins bis drei gibt es Sportausrüstungen im Wert von 1.200, 800 beziehungsweise 500 Euro für den Nachwuchs.
Von einer Prämie weit entfernt ist das Team vom SC Wietzenbruch. Der Kreisligist aus Celle sammelte in zwölf Spielen bisher 40 Gelbe, sechs Gelb-Rote und eine Rote Karte. Hinzu kommen drei Sportgerichtsurteile. Unter dem Strich stehen ein Fairnesswert von 7,75 und der letzte Platz im VGH-Fairness-Cup. Da darf ungläubiges Kopfschütteln schon einmal erlaubt sein.
Positiv: Die 1.006 bewerteten Mannschaften erreichen mit 2,75 einen Durchschnittswert, der seit der Einführung des Wettbewerbs im Jahr 1993 nur einmal in der Endabrechnung der vorigen Saison mit 2,73 unterboten werden konnte. Die diesjährige Zwischenbilanz nach rund 7.500 Spielen listet 31.179 Gelbe, 1.292 Gelb-Rote und 810 Rote Karten sowie 70 Sportgerichtsurteile beziehungsweise Nichtantreten auf.
Im VGH-Fairness-Cup gibt es für Gelbe Karten einen Strafpunkt, Gelb-Rot wird mit drei Strafzählern geahndet, Rot kostet fünf „Miese“. Mit zehn Punkten schlagen zudem Sportgerichtsurteile oder auch das Nichtantreten von Mannschaften zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele ergibt den Fairnessquotienten aller bewerteten 1.006 Mannschaften.

Die gewerteten Vereine unserer Region

7. Platz: SG Ildehausen/ Kirchberg (Wert: 1): 14 Spiele, 9xGelb, 1xRot.

62. Platz: Goslarer SC (Wert: 1,63): 19 Spiele, 25x Gelb, 2xGelb-Rot.

238. Platz: FC RW Rhüden (Wert: 2,15): 13 Spiele, 28xGelb.

286. Platz: Goslarer SC II (Wert: 2,23): 17 Spiele, 25xGelb, 1xGelb-Rot 2xRot.

328. Platz: SV Engelade/Bilderlahe (Wert: 2,31): 13 Spiele, 24xGelb, 2xGelb-Rot.

339. Platz: SV Viktoria Bad Grund (Wert: 2,33): 15 Spiele, 29xGelb, 2xGelb-Rot.

479. Platz: FC Eisdorf (Wert: 2,61): 13 Spiele, 26xGelb, 1x Gelb-Rot, 1xRot.

605. Platz: SG Neiletal (Wert: 2,93): 14 Spiele, 41x Gelb.

804. Platz: FC Ambergau-Volkersheim (Wert: 3,43): 14 Spiele, 33xGelb, 1xRot, 1xSportgerichtsurteil.

835. Platz: TSV Münchehof (Wert: 3,54): 13 Spiele, 32xGelb, 3xGelb-Rot, 1xRot.

845. Platz: VfV/Borussia 06 Hildesheim (Wert: 3,56): 16 Spiele, 34xGelb, 1xGelb-Rot, 2x Sportgerichtsurteil.

937. Platz: FC Westharz (Wert: 4): 13 Spiele, 28xGelb, 3xGelb-Rot, 3xRot.