Showdown für Harzer Wölfe kann kommen

Die Serie der Harzer Wölfe in der Eishockey-Oberliga Nord hält! Am vorletzten Wochenende der Hauptrunde fuhren die Braunlager die Siege zwölf und 13 in Folge ein. Damit ist alles angerichtet zum entscheidenden Duell um den zweiten Platz gegen den EHC Timmendorfer Strand am kommenden Sonntag. Sollten beide Teams ihre Pflichtaufgaben erledigen, gehen sie am Sonntag punktgleich in den Showdown um den Meisterrunden-Platz.
Im Spitzenspiel gegen die Hannover Braves siegten die Wölfe mit 5:4 (3:0, 1:2, 0:2 – 1:0) nach Penaltyschießen. Durch den Erfolg hat der ESC die Nachwuchsindianer endgültig aus dem Rennen um den zweiten Platz geworfen. Die Wölfe starteten trotz der Ausfälle von Erik Pipp (Schulter) und Andreas Bippus (beruflich) mit viel Tempo. Bereits nach zehn Minuten führte der ESC mit 3:0. Zunächst fälschte Stefan Bilstein in Überzahl einen Schuss von Michael Fichtl ab, dann traf Christian Schock zweimal. In der Folge lag der vierte Treffer mehrfach in der Luft; die Braves fanden erst langsam in die Begegnung. Auch im Mitteldrittel war das Chancenübergewicht auf Seiten der Harzer. Zwar verkürzten die Braves per Konter auf 3:1, mussten sich dann aber bei Keeper Dennis Korff bedanken, der beste Gelegenheiten des ESC teils spektakulär entschärfte. Pech hatten die Harzer zudem bei Fichtls Pfostenknaller. Nick Pitsikoulis erzielte schließlich doch das 4:1; die Hannoveraner schlugen jedoch umgehend zurück. Im Schlussdrittel kamen die Braves per Shorthander schnell auf einen Treffer heran. Der ESC ließ seinerseits die Torgelegenheiten aus; Marvin Deske bestrafte dies drei Minuten vor dem Ende mit dem 4:4-Ausgleich für die verbissen kämpfenden Braves. Den möglichen Siegtreffer für die Wölfe verpasste in den Schlusssekunden Stefan Bilstein, der bei einem Querpass um Zentimeter zu spät kam. In der Verlängerung überstanden die Wölfe mit viel Kampfgeist eine Unterzahlsituation, und die Entscheidung muss­te im Penaltyschießen fallen. Hier traf Bilstein gleich mit dem ersten Versuch, während die weiteren Schützen auf beiden Seiten scheiterten. Durch den Sieg zogen die Harzer nach Punkten mit dem EHC Timmendorf gleich, während die Braves als Vierter nicht mehr in die Vergabe des Meisterrundenplatzes eingreifen können.
Beim zweiten Wochenendspiel beim Schlusslicht Wedemark Scorpions reichte dem ESC ein konzentriertes Mitteldrittel zum souveränen 8:3- (1:1, 6:0, 1:2)-Erfolg. Die Gastgeber stemmten sich zunächst verbissen gegen die Niederlage; im zweiten Spielabschnitt sorgte die Tempoverschärfung der Harzer dann aber für die Entscheidung. Erfolgreichster Torschütze war Nick Pitsikoulis, der insgesamt dreimal ins Schwarze traf. Zudem trugen sich Maximilian Bauer, Benjamin Schulz, Michael Fichtl, Michele Meridian und Mark Hinz mit ihren Treffern in die Statistik ein.
Da auch Timmendorf seine Pflichtaufgaben des Wochenendes erledigte, kommt es am kommenden Sonntag tatsächlich zum erhofften Showdown. Sollten beide Teams ihre ersten Spiele des Wochenendes glatt gewinnen, gehen sie mit der gleichen Punktzahl in den finalen Vergleich. Nur der Sieger der Begegnung am 19. Februar, Spielbeginn wird 18 Uhr sein, zieht dann in die Meisterrunde ein.