Sieg für Birte Friedrichs in Belgien

Die deutschen Sieger beim internationalen 3-Tage-OL in Belgien: Birte Friedrichs (D-16, MTV Seesen) und Sebastian Fleiß (H-18, Berliner TSC).

Orientierungslauf: Deutlicher Vorsprung für die Läuferin des MTV Seesen / Glück beim Wettkampf am Steinhuder Meer

Über Pfingsten weilte eine Gruppe der Orientierungsläufer des MTV Seesen zu einem internationalen Drei-Tage-OL in Belgien. Nahe dem flandrischen Genk, nicht weit hinter der Grenze bei Aachen, wurden zwei Läufe auf belgischem und einer auf niederländischem Terrain ausgetragen, zu denen sich über 600 Teilnehmer aus mehreren Nationen eingefunden hatten. Zu den zwei deutschen Gesamtsiegern zählte auch Birte Friedrichs in der D-16.
Die an sich schnellen, weil flachen Parcours wurden durch die üppig wuchernde Vegetation und vor allem durch zum Teil in zugewachsenen Löchern oder mitten in Dickichtgruppen gesetzte Posten unterbrochen und führten so doch zu etlichen zeitlichen Verschiebungen, weil mitunter Suchende von später Gestarteten aufgelaufen wurden. Nur geringe Mühe damit hatte die junge Seesenerin, die an allen drei Tagen ihre Konkurrentinnen eindeutig beherrschte und nach den drei Etappen einen Vorsprung von über 45 Minuten aufwies, obwohl auch sie nicht ohne Suchaktionen auskam. Wesentlich knapper ging es in der H-16 zu: Hier fehlten Ole Hennseler nach einem zweiten und einem dritten Platz trotz Laufbestzeit auf der Schlussetappe ganze zwei Sekunden zu Rang zwei.
Wesentlich mehr Mühe, in dem ungewohnten Gelände die teilweise zu sehr versteckt gestellten Posten zu finden, hatten die übrigen, noch nicht so routinierten MTVer Zoe Limberg (D-16), Linda Sosanski und Meike Hennseler (beide D-14) sowie Martin Hennseler (H21). Aber auch sie hatten im Trainieren von sauberer Kompassarbeit und weiteren Grundtechniken einen guten Übungseffekt zu verzeichnen.
Glück mit dem Wetter hatten die Orientierungsläufer dann eine Woche später, als in der Nähe des Steinhuder Meeres ein Landesranglistenlauf für Niedersachsen ausgetragen wurde. Zum Lauf über die Langdistanz, der am Samstagvormittag stattfand und den Aktiven die Alternative Sandwege oder Heidelbeerkraut beim Querlaufen bot, schien noch die Sonne und erst pünktlich nach der Siegerehrung begann der Dauerregen.
Ob die gewählte Form mit einem Massenstart so ganz glücklich war, darüber schieden sich die Geister, aber die Besten setzten sich auch so durch. Und dazu gehörten einmal mehr Ole Hennseler (H-16) und Birte Friedrichs (D-16). Aber auch die übrigen MTV-OLer konnten überwiegend mit erfreulichen Platzierungen aufwarten. Sehr schöne zweite Plätze belegten Lina Buchberger (D-12), Ulrike Friedrichs (D50) und vor allem Gottfried Labuhn mit sehr starker läuferischer Leistung in der H45. Gute dritte Plätze erzielten Aaron Wandelt (H-12), Meike Hennseler (D-14) und Zoe Limberg (D-16) sowie Christian Buchberger in der offenen Klasse. Pech hatte Till Buchberger, der bei den Jüngsten in der H10 einen ebenfalls möglichen dritten Platz verschenkte, weil er den letzten Posten zwar passierte, aber zu lochen vergaß. In der stark besetzten H40 belegte Martin Hennseler den achten Platz.