Silbermedaille bei Deutscher Meisterschaft

Die Damenmannschaft des MTV Seesen erreichte bei der Deutschen Meisterschaft im Bogenschießen die Silbemedaille.

Bogenschießen: Seesener Damenteam muss sich bei brütender Hitze in München knapp geschlagen geben

Die MTV-Damenmannschaft – technisch noch SV Union Seesen – konnte sich bei den deutschen Meisterschaften im Bogenschießen die Silbermedaille mit der Mannschaft sichern.

Ludwig Zimmer wurde bester Niedersachse seiner Klasse.
Bereits am Freitag reisten die vier MTV-Bogenschützen mit dem vereinseigenen Bus nach München zur Deutschen Meisterschaft im Bogenschießen WA Fita im Freien 2016. Schließlich wollte man am Sonnabend zunächst der olympischen Vizemeisterin Lisa Unruh und Florian Floto, ebenfalls Olympiateilnehmer, in der eigens gebauten Finalarena zujubeln. Die Organisatoren des PSV München hatten alles getan, um den Schützen einer Deutschen Meisterschaft würdigen Atmosphäre zu schaffen. Nach dem rund zehnstündigen Pfeilemarathon, der zwar immer wieder Pausen beinhaltete, aber bei über 30 Grad im Schatten eine wahre Tortur war, standen die Deutschen Meister in der Schützenklasse Recurve fest. Florian Kahlund vom SSC Fockbek gewann das Duell gegen Sven Herzig (SSV Ehingen). Dritter wurde Florian Floto SV Querum. Bei den Damen gewann Katharina Bauer vom (BSG Raubling) vor Lisa Unruh (BSC BB Berlin) und (Mascha Heins) vom SSV Tarmstedt.
So motiviert wollten auch die Seesener Bogenschützen am Sonntag gute Ergebnisse schießen. Doch auch am Sonntag zeigte das Münchner Wetter keine Gnade für die Bogenschützen. Immer noch 30 Grad im Schatten und leicht wechselnde Winde machten es nicht einfach, die 72 Wertungspfeile in das 60 Meter entfernte Ziel zu bringen. Dabei begannen Niedersachsens Männer vielversprechend, Ludwig Zimmer (MTV Seesen) zwischenzeitlich auf Platz zwei sowie Heiko Sembner (Landesrekordhalter von der SGes Hagenburg-Altenhagen) zur gleichen Zeit auf Platz vier ließen aufhorchen. Doch schon zum Ende der ersten Runde setzte schlecht einzuschätzender Wind ein und warfen beide ins Mittelfeld zurück. Erst mit den letzten zwölf Pfeilen, konnte sich zumindest Ludwig Zimmer auf den 12. Platz des 82 Mann starken Teilnehmerfeldes retten. Immerhin, den Landesmeister geschlagen und bester Niedersachse seiner Klasse.
Zeitgleich, und damit ohne Betreuer gaben die Damen ihr Bestes. Ehrgeiziges Ziel sollte der Meistertitel mit der Mannschaft sein. Doch schon beim Einschießen fehlte hier einfach das zweite Augenpaar mit dem Fernglas. Denn wenn letztlich von vier Schützinnen sechs Pfeile in der 60 Meter entfernten Strohscheibe stecken, fällt es selbst mit dem Fernglas schwer im Nachhinein seine eigenen Pfeile zu finden und somit das Visier entsprechend zu korrigieren. Am besten gelang dies noch Iris Herpertz (MTV Seesen); an diesem Tag das Zugpferd der Seesener Damenmannschaft. Von Anfang bis Ende mit einer konstanten Leistung wurde sie im Einzelwettbewerb mit einem hervorragenden 4. Platz belohnt, nur ein einziger Ring fehlte zur Bronzemedaille. Das Match gewann letztlich Petra Nüssgens-Patz (Bogenschützen RSG Düren) vor Jutta Schneider-Borns (Sagitto Delmenhorst) und Manuela Kaltenmark (SGes Seebronn).
Ähnlich spannend war der Mannschaftswettkampf der Damenaltersklasse Recurve. In ständiger Schlagdistanz zu den führenden Schützinnen der RSG Düren – zeitweise Ringgleich – mussten sich die Seesener Damen letztlich geschlagen geben. Somit ging die Silbermedaille an die Schützinnen Iris Herpertz, Claudia Minschke und Bärbel Zimmer vom MTV Seesen. Bronze erhielt die Mannschaft des SV Jeersdorf, ebenfalls aus Niedersachsen.
Fazit des Abteilungsleiters: Nachdem man sich mit den Finalschützen vom Vortag unterhalten konnte, hatte man in etwa eine Vorstellung, was wettertechnisch auf die Schützen zukommt. So kann auch ein eigentlich schöner Spätsommertag anstrengend werden, zumal die Aktiven über Stunden fast ausschließlich der Sonne und der hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind. Dennoch konnte Niedersachsen, insbesondere der MTV Seesen mit seiner Damenmannschaft mehr als zufrieden sein, und der Ansporn für die Goldmedaille bleibt erhalten.