Start in die OL-Saison

Orientierungslauf: Seesener Kaderläufer erreichen gute Platzierungen beim „Danish Spring“

Zu einem zehntägigen Trainingslager weilten der deutsche B- und C-Kader der Orientierungsläufer in den Osterferien in Dänemark und Südschweden. Nach der Teilnahme am Danish Spring, einem sehr stark besetzten Drei-Tage-Lauf mit zwei Weltranglistenläufen, lag der Fokus dabei auf Technik-Einheiten in unterschiedlichem Terrain mit Blickpunkt auf die internationalen Meisterschaften der Saison.

Dazu waren die dänischen Wälder, geprägt von Grabensystemen, Sümpfen und wechselnder Belaufbarkeit, ebenso geeignet wie die kiefernbewaldeten Küstenwälder und feingliedrigen Dünen sowie mit Felsen durchsetzte hügelige Waldpartien.
Zum „Danish Spring“ kommen zumindest alle namhaften Nordeuropäer zu einer ersten Standortbestimmung für die neue Saison zusammen. So sind die beiden Weltranglistenläufe über die Mittel- und die Langdistanz bei den Damen und Herren sowie die Läufe der Juniorenklassen hochkarätig besetzt. In dem feinkupierten, aber überwiegend gut belaufbaren Waldstück unweit von Kopenhagen war bei hohem Tempo eine saubere Technik gefordert. Die deutsche Nationalmannschaft, zu der auch die Geschwister Bjarne und Birte Friedrichs gehörten, gefiel durch einige gute Ergebnisse.
So lieferte Bjarne Friedrichs bei den Herren mit einem 22. Platz über die Mitteldistanz und vor allem dem 16. Platz nach 17,9 Kilometern über die Langdistanz die besten deutschen Platzierungen und sicherte sich weitere Weltranglistenpunkte. In Anbetracht der nicht eben glatt verlaufenen Saisonvorbereitung war er mit diesen Leistungen zum jetzigen Zeitpunkt der Saison zufrieden. In den Juniorenkategorien werden die 17 bis 20-Jährigen zusammengefasst. Über die Mitteldistanz von immerhin auch schon 5,1 Kilometern gelang der noch 16-jährigen Birte Friedrichs ein vorzüglicher Lauf, der ihr am Ende einen hervorragenden sechsten Platz bescherte und ihre tollen Platzierungen der letztjährigen Jugendeuropameisterschaften bestätigte. Tags darauf über die 8,5 Kilometer lange Strecke der Langdistanz schlichen sich einige kleinere Fehler ein, aber auch Rang 14 war noch ein schönes Ergebnis.
Ein Wiedersehen gab es bei dieser Veranstaltung mit dem Vereinskameraden Ole Hennseler, der derzeit ein Auslandsjahr an einem Sportinternat in Schweden verbringt. Leider war er gesundheitlich angeschlagen und konnte so im Vergleich mit den besten deutschen Junioren nicht unter Beweis stellen, wie viel er im Mutterland des Orientierungslaufes mittlerweile hinzugelernt hat.