Stotterstart für VfL Hahausen: 3:3-Remis eindeutig zu wenig

Der VfL Hahausen kam am letzten Sonntag zum Start in die neue Saison nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus. Die zur letzten Saison unveränderten „Mannen“ um den neuen Kapitän Olaf Klein, der Veit Sperling beerbte, begannen durchaus offensiv und gut gegen den im letzten Jahr nur durch die Bildung von Spielgemeinschaften mit anderen Mannschaften in der 1. Kreisklasse verbliebenen Gegner aus Vienenburg/Wiedelah/ Lochtum.
Bereits nach vier Minuten hatte Lutz Fränkel die Füh­rung auf dem Fuß, doch der Innenpfosten verhinderte nach Vorarbeit von Veit Sperling das 1:0. In der 18. Minute zahlte sich der Offensivdrang der Blau-Weißen aber aus. Aus gut 20 Metern zog Markus Leon-Fernandez ab, und der Ball landete zum 1:0 unten links im Kasten der Gäste. Die Füh­rung weckte die Gäste aber auf, und sie kamen immer besser ins Spiel. Unverständlicherweise wirkte das Spiel der VfLer jetzt teilweise zerfahren und unorganisiert.
In der 33. Minute sprach der sicher leitende Schiedsrichter völlig zu Recht den Gästen einen Elfmeter zu, der von „Ersatztorwart“ Rainer Franke nicht pariert werden konnte. Das brachte die Heimelf vollständig aus der Ruhe, und nur fünf Minuten später schlug es nach einer Ecke auch noch zum 1:2 im Kasten ein. Der Pausenpfiff verhinderte Schlimmeres.
Nach der Pause verließ Spielertrainer Rainer Franke den Kasten und machte Platz für den Torwart der Reserve des VfL, Karsten Mull.
Der VfL riss sich in der Folgezeit zusammen, und es wirkte als hätte die „laute“ Halbzeitdiskussion Wirkung gezeigt. In der 60. Minute bewies Veit Sperling nach einer Fer­nandez-Ecke alte Kopfballstärke und nickte unhaltbar zum verdienten Ausgleich ein.
Kurios viel die Führung des VfL nur 30. Sekunden später: Nach dem Anstoß spielte ein Gästespieler den Ball „cool“ mit der Hacke in den freien Raum. Fränkel bedankte sich und erzielte nach feinem Doppelpass mit Fernandez das 3:2 für seine Farben.
Das Spiel hatte der VfL nun im Griff, und es sah so aus, als könnte man die Führung sicher verwalten. Aber in der letzten Minute fingen sich die VfLer unverständlicherweise noch einen unnötigen Konter und wurden eiskalt bestraft. So hieß es nach 90. Minuten 3:3.
Leider eine gefühlte Niederlage, die im späteren Verlauf der Saison vielleicht noch sehr weh tun wird.
Trainer Rainer Franke sagte nach dem Spiel: „Ärgerlich, einfach ärgerlich, man darf mit einer Führung im Rücken in der letzten Minute keinen Konter bekommen. Hoffentlich gleichen sich Glück und Pech auch diese Saison wieder aus. Wir sind enttäuscht, aber wir haben zum Glück noch eine Menge Spiele!“ Schon am morgigen Mittwoch können die VfLer sich wieder beweisen. Im Waldstadion hat man in der 2. Runde des Krombacherpokals die Kreisligavertretung aus Liebenburg zu Gast; Anstoß: 18.30 Uhr. Der Kader trifft sich um 17.15 am Sportheim. Und nur drei Tage später, am kommenden Sonnabend, steht das 2. Meisterschaftsspiel gegen den starken Aufsteiger Emekspor Langelsheim auf dem Programm. Anstoß ist um 18 Uhr; die Mannschaft trifft sich am Sonnabend um 16.30 am Sportheim.