SV Neuwallmoden zeigt nur einmal sein ganzes Können

Kreisliga Goslar: Ostersiege gegen die SG Klein Mahner (2:0) und gegen die Reserve des VfL Oker (7:1) eingefahren

Neuwallmoden (SN). Zwei Spiele, sechs Punkte, besser hätte es für den Kreisligisten SVNeuwallmoden über Ostern nicht laufen können. Am Ostersonnabend trat der SVN vor heimischer Kulisse gegen die abstiegsbedrohte SG Klein Mahner an.
Ein Fußballspiel, welches das Wort „Spiel“ eigentlich nicht verdient hat. Die SG spielte quasi ohne Mittelfeld, ließ zwei Stürmer vorne und der Rest igelte sich auf dem kleinen Platz im Umkreis von 25 Metern vor dem eigenen Tor ein. Klein Mahner zeigte sich gewohnt robust und stieg resolut in die Zweikämpfe. Leidtragender war der Ball, welcher bei Besitz der Gäste weit nach vorne geschlagen wurde und an diesem Tag etliche Höhenmeter zurücklegen musste. Viel Krampf und wenig Glanz sollte die Partie prägen.
Ohne ihren verhinderten Regisseur verstand es der SV Neuwallmoden nicht, mit spielerischen Mitteln, dass Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Meist waren es Einzelaktionen, die zum Erfolg hätten führen können.
Doch hier scheiterten Kocea, Berisha und Co. entweder an der eigenen Unkonzentriertheit oder am Aluminium, welches rekordverdächtig oft getroffen wurde. Erst ein wunderschöner Distanzschuss von Sascha Lachnit in der 70. Minute, der nach einer Ecke einfach draufhielt sowie ein Abstaubertor durch Marco Sydow in der 89. Minute brachten den SVN auf die verdiente Siegerstraße.
Zwar waren die blau-gelben während der gesamten 90 Minuten die klar spielbestimmende Mannschaft und hätte deutlich höher gewinnen müssen, doch letztlich dürfen in so einer Partie lediglich die drei Punkte zählen. Trauriger Höhepunkt des Spiels war leider die Verletzung des Defensivspielers Borchers, welcher aufgrund des harten Einsteigens der Gäste nun auch länger auszufallen droht.

SVNeuwallmoden: Tscherner, Kocea, Garbus, Hoffmeister, Borchers, Kapici, Lachnit, Kassebaum, Berisha, Metze und Sydow.

Am Montag sollte dann die Reserve des VfL Oker zu Gast sein. Eine völlig andere Partie, welche bei herrlichem Wetter und zahlreichen Zuschauern ausgetragen wurde. Die Neuwallmodener zögerten nicht lange, gingen von der ersten Minute hohes Tempo und setzte die Okeraner Hintermannschaft unter Druck. Vornehmlich die langen Einwürfe von Sascha Lachnit sorgten für viel Unruhe. Einen dieser Einwürfe verwertete Alen Berisha in der 10. Minute per Kopf zur 1:0-Führung. Nur kurze Zeit später sollte sich Berisha als Vorbereiter auszeichnen, als er den Ball gekonnt auf Sturmpartner Sydow zurücklegte. Diese ließ sich nicht lange bitten und versenkte in der 20. Minute das Leder wuchtig ins lange Eck. Doch die Freude sollte nicht lange anhalten. Bei einem hitzigen Laufduell in der 25. Minute zwischen Berisha und einem VfL-Spieler erkannte der Schiedsrichter ein absichtliches Nachtreten und verwies den SVN-Torjäger zum Schrecken aller vom Feld. Eine Entscheidung, welche selbst die Gäste-Elf nicht so recht verstand. Der verbleibende Rest der Truppe ließ sich vom Platzverweis nicht beirren, und spielt weiter mutig nach vorne. In der 40. Minute kam nach mehreren verunglückten Einschussversuchen der Ball zu Sydow, welcher erneut seinen Riecher unter Beweis stellte, goldrichtig stand und aus kurzer Distanz das verdiente 3:0 erzielte. Trotz des klaren Rückstandes und der Feldvorteile der Gastgeber, spielte der VfL Oker weiterhin gut mit, doch bis zur Pause sollte nichts Zählbares dabei herausspringen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich allerdings das Bild und es begann die stärkste Phase der Gläser-Schützlinge.
Der SVN zog sich immer mehr zurück, gab das Geschehen ein wenig aus der Hand und Oker erhöhte den Druck. Marian Makowski zeigte nun mehrfach seine Klasse und konnte sich immer wieder seiner Bewachung entziehen.
Doch vor dem Tor ließ er am heutigen Tag gewohnte Kaltschnäuzigkeit vermissen und schloss seine Aktionen teils viel zu überhastet ab. Bei allen weiteren Versuchen konnte sich der SVN auf Keeper „Cobra“ Tscherner verlassen, der hielt was auf den Kasten kam. In der Hauptdrangperiode der Gäste setzten die Neuwallmodener einen feinen Konter. Marco Sydow, der ein gutes Spiel ablieferte, setzte in der 70. Minute per „Tunnel“ eines Gegenspielers Tim Holzhausen in Szene, der eilte auf und davon und vollendete sehenswert mit einem Außenrissschuss. Dieses Tor sollte genau zur richtigen Zeit kommen. Zwar konnte der VfL kurze Zeit später noch einmal auf 4:1 verkürzen, doch danach kam die SVN-Maschine wieder ins Rollen.
Im Defensivbereich räumte die Viererabwehrkette um den starken Hoffmeister alles ab, und vorne sorgte die Offensive für Akzente. In der 80. Minute konnte der agile Holzhausen im Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden, den fälligen Strafstoß versenkte der unermüdlich rackernde Marcus Metze sicher zum 5:1.
Nur vier Minuten später kam es zu einem Missverständnis in der Abwehr der Okeraner. Metze schaltete den Turbo ein, erlief sich in typischer Manier den Ball und es hieß 6:1.
Den Schlusspunkt setzte Marco Sydow in der 86. Minute, der wohl besonders die neuen Tornetze einweihen wollte. Der SVN-Angreifer behauptete gegen mehrere VfL-Spieler energisch den Ball und sorgte mit einem trockenen Schuss für seinen dritten Treffer und den 7:1-Entstand.

SVNeuwallmoden: Tscherner, Hoffmeister, Kocea, Garbus, Pages (Kassebaum), Lachnit, Holzhausen, Kleinwechter, Metze, Sydow und Berisha.