SV Union Seesen: Alle Zuschauereinnahmen für "Maxi"

Auch an den Fußballern des SV Union Seesen ist das Schicksal des an einer bösartigen Blutkrebserkrankung leidenden „Maxi“ nicht spurlos vorbeigegangen. So nahm die Mannschaft bereits an der in Seesen durchgeführten Typisierungsaktion teil und möchte sich am kommenden Sonntag mit einer weiteren Unterstützungsaktion einbringen. Auf Beschluss des Vorstandes werden die gesamten Einnahmen aus den Eintrittsgeldern anlässlich der Kreisligapartie gegen den GSC 08/ Sudmerberg am kommenden Sonntag an den Großvater von Maxi, Wilfried Voß, übergeben. Der SV Union Seesen hofft auf möglichst viele Zuschauer, damit ein ansehnlicher Betrag für Maxi zusammen kommt. Zu den Gästen wird auch Hansi Schmalstieg als Vertreter des NFV-Kreisverbandes Goslar zählen.
Angesichts solcher Schicksalsschläge rückt der Fußball dann doch ein wenig in den Hintergrund. Auch wenn das Spiel mit einem guten Zweck verbunden wird, geht für Union der Kampf um die ersten Punkte der neuen Saison mit dem nötigen Ernst weiter. Bisher waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, denn Union verlor alle drei Begegnungen. Am eklatantesten traten die Defizite des Teams bei der 3:7 Niederlage gegen den TSKV Goslar zu Tage. Hier konnten sich die Goslarer eines großen Entgegenkommens der Unioner sicher sein, die mit hoher Fehlerquote im Spielaufbau dem TSKV das Siegen leicht machte.
Die Reserve des GSC 08 möchte in dieser Saison den Meistertitel einfahren. In einer ausgeglichenen Spitzengruppe wird dies allerdings schwer und Ausrutscher könnten sich am Ende bitter rächen. Deshalb werden die Gäste aus der Kaiserstadt hoch motiviert bei Union auftreten. Eine Niederlage wie beim letzten Auftritt werden sich die Goslarer nicht leisten wollen. Schon einmal haben sie den SV Union unterschätzt und prompt verloren.
Die Mannschaft von Trainer Thomas Lewald hat es am Sonntag relativ einfach. Sie geht von der Papierform chancenlos in diese Begegnung, denn der GSC tritt in Top-Besetzung an und Spieler mit dem Sprung in das Oberligateam dürften die GSC-Mannschaft verstärken. Das Torverhältnis der Gäste von 19:2 Toren nach drei Begegnungen spricht für sich. Insofern wird der neutrale Beobachter eine Niederlage der Unioner als Normal empfinden. Aber genau hierin liegt auch die Chance für die Gastgeber. Sollte es ihnen gelingen, endlich die vielen unnötigen Ballverluste zu vermeiden, dann hätte es der Gegner schwerer, sich durchzusetzen. Gerade gegen den Favoriten muss man versuchen, wieder mehr Stabilität in die Abwehr zu bekommen und so lange es geht einen Rückstand zu vermeiden. Es wäre ein guter Test, denn eine deutliche Leistungssteigerung aller Mannschaftsteile ist im Hinblick auf die weiteren Begegnungen dringend notwendig, sonst wird man auch dort Probleme bekommen. Gegen den GSC sollte das Team um Kapitän Lars Nitsche ernsthaft bemüht sein, Fehler zu vermeiden und sich der eigenen Stärken zu besinnen. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass die Mannschaft viel geschlossener auftritt und im Falle eines Rückstandes nicht gleich im Kollektiv versagt.