SV Union gelingt 3:1-Pflichtsieg in Weddingen

Der SV Union kann in dieser Szene den Freistoß der Weddinger abblocken.

2. Nordharzklasse: Abu Ramzy, Elmir Isic und Kai Schubert treffen beim Auswärtserfolg

Mit einem 3:1 Pflichtsieg untermauerte der SV Union Seesen in der 2. Nordharzklasse seine Aufstiegsambitionen. In einer mittelmäßigen Partie mit vielen Strafraumszenen auf beiden Seiten lagen die Unioner zunächst mit 0:1 zurück. Die Gäste des SV Union Seesen begannen recht schwungvoll und konnten bereits in der sechsten Spielminute ihre erste Torchance verbuchen.
Abdullah Bas traf nach schöner Vorarbeit von Andre Galuska leider nur den Pfosten. Aber fast im Gegenzug gab es die kalte Dusche für die Unioner. Nach mehreren individuellen Fehlern der Unioner konnten die Platzherren mit 1:0 in Führung gehen.
Torhüter Miguel Lopez war dabei ohne Chance. Die Führung des SV Weddingen hatte aber nicht lange bestand, denn die Sehusa-Städter kamen nur zielstrebiger vor das Tor der Hausherren.
So war es Abu Ramzy, der in der 12. Spielminute einen Nachschuss an den Innenpfosten des Weddinger Tores nagelte und den 1:1 Ausgleich markierte. Das nächste Ausrufezeichen setzte der stark aufspielende Jonas Schnelle, der kurz nach dem Ausgleich zu einem Solo über das Feld ansetzte und nach einem Doppelpass mit Andre Galuska zum Abschluss kam. Leider fehlte ihm dort nach dem Sprint ein wenig die Kraft beim Torschuss, so dass der gegnerische Torwart den Ball sichern konnte.
In der Folgezeit kam auch Elmir Isic immer besser ins Spiel, mehrmals scheiterte er an guten Reaktionen des Weddinger Torhüters. Aber ab der 20. Spielminute kam ein Bruch in das Spiel der Unioner. Dem entsprechend kamen die Weddinger immer besser ins die Partie und Miguel Lopez bekam mehr Arbeit. Allerdings verletzte er sich bei einer Torwartaktion und musste gegen Ali Salman ausgetauscht werden. Mehr als 10 Minuten dauerte die Flaute der Unioner, dann leitete Abu Ramzy die Schlussviertelstunde vor der Halbzeit ein. Er war es, der einen 25-Meter-Freistoß aus halbrechter Position an das gegnerische Lattenkreuz setzte.
Mit Beginn der zweiten Spielhälfte begann auch die stärkste Phase der Gäste aus Seesen. Das Elmir Isic der Mann für die wichtigen Tore beim SV Union ist, hat er bereits mehrfach bewiesen. Und auch in diesem Spiel sollte er es sein, der die Führung der Unioner herstellte. Nach einem wunderschönen Doppelpass mit Abdullah Bas behielt er in der 48. Minute die Nerven und schob den Ball am herauseilenden Weddingen Torwart vorbei ins Tor. Und weiter ging es in Richtung Weddinger Gehäuse.
Kai Schubert bediente Jonas Schnelle mit einem maßgeschneiderten Ball und dieser schüttelte seinen Gegenspieler ab. Mit einer geschickten Täuschung kam er auch am Torhüter vorbei und so stand es bereits in der 50. Minute 3:1 aus Sicht des SV Union.
Was aber danach folgte, war nicht zu erklären. Die Unioner verloren trotz der Zwei-Tore-Führung komplett ihren Faden und agierten hektisch und unüberlegt. Nur wenige Minuten später hatten die Unioner Glück, als der ansonsten gut agierende Schiedsrichter ein Foulspiel der Unioner außerhalb des Strafraums verlegte. Und kurz darauf flog ein abgefälschter Schuf nur knapp am Seesener Gehäuse vorbei. Die Platzherren drängten nun plötzlich auf das Tor des SV Union und kamen im Minutentakt zu hochkarätigen Chancen. In der 65. Minute scheiterte ein Weddinger, als er kläglich einen Ball am Tor vorbeidrosch, obwohl er ihn ins lediglich ins leere Tor hätte schieben brauchen. Zwei Minuten später unterlief dem ansonsten sicher spielenden Torhüter Ali Salman ein Fehler bei der Ballaufnahme und ermöglichte damit den Gegnern eine weitere Riesenchance. Mit einer akrobatischen Flugeinlage rettete Marcel Galuska die Situation. Das durch die Drangphase natürlich auch Chancen für die Unioner ermöglicht wurden, ist unbestritten, aber wie leichtfertig die Gäste mit diesen Chancen umgingen, war einfach fahrlässig. In der 80. Minute standen gleich drei Unioner frei im Strafraum der Hausherren und brachten es fertig, den Ball selbst aus der Gefahrenzone zu bugsieren, sehr zum Unverständnis des Seesener Anhangs. Aber es gab auch noch Lichtblicke im Spiel der Unioner. Ahmed Rizk scheiterte mit einem Freistoß nur knapp am Weddinger Keeper und der eingewechselte Ozan Defli konnte nur eine Minute vor Schluss den Ball aus sechs Metern nicht im Tor unterbringen, weil er ihm auf den falschen Fuß fiel. So blieb es beim etwas schmeichelhaften, aber trotzdem nicht ganz unverdienten 3:1 Erfolg für die Unioner.
Am nächsten Sonntag kommt es im Schildaustadion zum nächsten Spitzenspiel, denn die Unioner empfangen die dritte Mannschaft des Goslarer SC. Spätestens dann sollten die Unioner in Sachen Chancenverwertung zielstrebiger agieren. scha

SV Union Seesen: Miguel Lopez (27./ Ali Salman), Jesus Del Pino (70./Ozan Defli), Marcel Galuska, Jan Rohkamm, Kai Schubert, Elmir Isic, Abu Ramzy, Abdullah Bas, Ahmed Rizk, Jonas Schnelle und Andre Galuska.