TC-Oldies wandeln auf Goethes Spuren in Weimar

Die Seesener TC-Oldies schlugen zum wiederholten Mal in Thüringen ihre „Zelte“ auf.

Bereits zum sechsten Mal wurde dass Sporthotel in Mühlhausen angesteuert / Sport und Kultur im Einklang

Seesen (bo). Nach der letztjährigen Dreitagesfahrt im Spätherbst in die Thüringer Kreisstadt Mühlhausen starteten die Tennis-Oldies des Clubs von der Kurparkstraße nunmehr abermals ins „Trainingslager“ zur Saisonvorbereitung auf die Punktspielrunde um die Doppel-Bezirksmeisterschaft für Vereinsmannschaften.
Hatten die Mannen um Gerhard Wagner in der Vergangenheit neben Erkundungen des reichhaltigen kulturellen Erbes der Thomas-Müntzer-Stadt auch bereits Erfurt und die Wartburg besucht, eine recht abenteuerliche Kanutour auf der Werra absolviert sowie den bekannten Baumkronenpfad im Hainichen begangen. Aber auch die Kur- und Rosenstadt Bad Langensalza mit seinen herausragenden Gartenanlagen sowie die Besichtigung des Kali- und Erlebnisbergwerks Merkers und die sagenumwogene Drachenschlucht bildeten in den letzten drei Jahren ein „Kontrastprogramm“ zu den täglichen zwei bis drei Trainingeinheiten im Sporthotel Mühlhausen. Denn neben dem Fitness- und Wellnessprogramm und den kulinarischen regionalen Schmankerln nebst Getränken frönen die alten Recken auch ein wenig der Kunst und Kultur Thüringens mitten im Herzen Deutschlands.
Die Reise im VW-Bus von Hanno Blohm führte über Osterode, Herzberg, Duderstadt und Leinefelde direkt nach Mülhausen, wo die netten Servicekräfte der Gruppe mit Rouladen, Rotkohl und Thüringer Klößen gleich eine kalorienreiche Spezialität vorsetzten. Ohne Mittagsschläfchen ging es anschließend auf die Plätze; Coach Wagner zeigte sich da unerbittlich. Erst bei der abendlichen Fußballübertragung durften die alten Kämpen vor dem TV etwas verschnaufen und die rote Asche der Außenplätze hinunterspülen. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurden zügig die obligatorischen Trainingseinheiten absolviert. Gleich nach dem Essen startete das Team der acht in Richtung der Weltkultur-Erbestadt Weimar, die viertgrößte Stadt Thüringens und einzige mit Bevölkerungszuwachs im Freistaat. Zum kulturellen Erbe der Stadt gehören neben den Zeugnissen der hier entstandenen Weimarer Republik im jetzigen Nationaltheater die dominierende Klassik um Goethe, Schiller, Herder und werden dokumentiert durch insgesamt weiter von insgesamt über 20 Museen und Ausstellungen. Ein Besuch der „Herzogin Anna Amalia Bibliothek“ mit dem einzigartigen Rokokosaal und ihren 40.00 Bänden beeindruckte die Gruppe; wurden doch zahlreiche dieser Bücher bereits an Goethe, Schiller, Wieland und Herder ausgeliehen und sind mithin sozusagen das Reservoir der Weimarer Klassik. Im Residenzcafe, dem ältesten heute noch bestehenden Kaffeehaus Weimars, reihten sich die Oldies im Gästebuch in die Reihe der Prominenten ein.
Hochinteressant und mit zahlreichen Anekdoten ausgeschmückt gab die sachkundige Führerin beim Rundgang durch den Stadtkern einen Überblick über die Geschichte der ehemaligen Herzogresidenz und ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Rathaus, Belvedere, Stadtschloss, Goethes Wohn- und Gartenhaus, Schillers Haus, die Bauhaus Universität, das Nationaltheater und weiteren interessanten Sehenswürdigkeiten.
Die Stadt pulsierte auch abends bei südländischen Temperaturen; Cafes und Biergärten waren toll frequentiert. Mittendrin die Tenniskämpen von der Kurparkstraße. Sie speisten im Lichthof des „Shakespeares“ und besuchten dann im Galli-Theater die spannende Aufführung des Stückes „Frauenhochsaison – oder wie oft der Mann wollen soll“. Hundemüde, aber voller Erlebnisse und Eindrücke, trat recht spät das Team die Rückreise nach Mühlhausen an. Tennis war am Freitagmorgen natürlich wieder angesagt; galt es doch die reichlichen Kalorien des Vortages wieder abzutrainieren. Noch ein gemeinsames Mittagessen in bekannter Qualität, bevor es mit dem Bulli wieder in Richtung Harzrand in die Heimat ging. Und beim Abschied vom wurde der Managerin des Sporthotels bereits der nächste Besuch im Herbst avisiert.