TC Seesen: Senioren 60+ im Dauereinsatz auf der Anlage

Die „Tennis-Oldies“ des TC Seesen waren in diesem Jahr im Dauereinsatz.

„Oldies“ des Tennisclubs helfen Platzwart Wolfgang Bertram bei der Instandhaltung der Tennisplätze

Der Club von der Kurparkstraße ist einer der wenigen Vereine der Region, der seinen Spielbetrieb ausschließlich auf vereinseigenem Gelände betreibt. Das hört sich zwar sehr schön an – aber bekanntermaßen heißt es ja, dass Eigentum verpflichtet.
Um die Anlage ständig in Schuss zu halten, hat der Verein während der Sommermonate mit Wolfgang Bertram einen überaus engagierten „Platzwart“ gewinnen können, der täglich nach dem rechten sieht. Aber mehrere tausend Quadratmeter lassen sich nicht nebenbei so ohne weiteres pflegen. Hierfür hat der Club eine Regelung über Arbeitseinsätze beschlossen; jeder Aktive hat zweimal drei Stunden im Jahr abzuleisten beziehungsweise einen entsprechenden finanziellen Obolus dafür zu entrichten.
Trotz vieler Stunden kann dennoch der Platzmeister nicht alles allein schaffen – hier helfen und fassen seine Mannschaftskameraden der „Herren 60+“ kräftig mit an. Das Team um Gerhard Wagner ist „allzeit bereit“, wie es in der Ehemaligen damals ja bekanntermaßen hieß.
Unser allen bekannter und hoch verehrter humoristischer Dichter und Meister der Satire, Wilhelm Busch, hätte vielleicht diese Mannschaft seinerzeit so in Versform bedacht:

Mancher im Tennisclub nennt sie fast herablassend die “Oldies”
Doch für den Verein und die Anlage sind es wahre Goldies.
Im Frühjahr und Herbst sind sie die ersten am Platz –
Zuhause warten Hof und Garten, da schimpft mancher Schatz.

Sie packen zusammen einfach an, machen, werkeln ohne zu klagen;
Schaut sie an, die Deppen – hört man dazu manche noch sagen!

Für den Tennisclub und die Anlage geben sie viele Stunden
In dieser Zeit lassen sich andere lieber Speis und Trank munden.
Darüber können die Oldies schmunzelnd innerlich nur lachen
Denn was sie für andere tun, sie von Herzen gerne machen.
Auch einer der Trainer macht häufig mit, manchmal auch solo
Alle kennen ihm im Club – es ist unser guter Gerdchen Kolo.
Äste schneiden, Büsche kürzen, Sand auftragen und planieren
Derweil andere Spieler im Cafe sitzen oder im Städtchen flanieren.

Den Oldies macht das Schuften und Schwitzen nicht viel aus
Nach Mettbrötchen und zwei, drei Bier gehen sie zufrieden nach Haus.

Nicht Lob und Anerkennung der anderen Mitglieder ist ihr Lohn
Zufriedenheit und Selbstgefühl – das reicht der Truppe schon.
Sie hoffen dennoch, dass auch andere Aktive öfter mit anfassen,
Und wenn nicht, dann sollen sie es eben auch weiterhin lassen.

Denn sie machen doch weiter; tun ihren selbstgewählten Job
Spielen dann hinterher gerne Tennis - mit Ass, Stopp und mit Lob.