TSV Lutter gelingt die Pokalsensation

Der TSV Lutter hat im Fußball-Kreispokal für eine Sensation gesorgt. Zu Gast war am Mittwochabend der zwei Ligen höher angesiedelte MTV Astfeld. Die gut 75 Zuschauer, darunter auch viele aus Astfeld, sahen eine ansehnliche Partie mit vielen guten Chancen auf beiden Seiten. Dass es den Lutteranern gelingen würde, so gut im Spiel mitzuhalten verwunderte nicht nur den Trainer, sondern alle die sich um das Spielfeld versammelt hatten. Dabei half eine fein ausgeklügelte Taktik, an die sich die Heimmannschaft hervorragend hielt und sehr diszipliniert umsetzte.
Klar, dass die Spielanlage bei Astfeld reifer wirkte, doch mit der tief gestaffelten Mannschaft des TSV Lutter kamen die Gäste nicht zurecht. Bezeichnend dafür waren schon frühe Diskussionen der Astfelder Spieler und eine Unzufriedenheit des Gästetrainers die nicht zu überhören war. Selbst das zu diesem Zeitpunkt (42. Minute) psychologisch ungünstige 0:1 brachte den TSV Lutter nicht aus dem Konzept. Immer weiter diszipliniert spielend, mit nur einer Spitze, wurden die Gäste öfters in Verlegenheiten gestürzt als ihnen lieb war.
Nach einer guten Stunde, als der TSV Lutter auf zwei Spitzen umstellte ging es dann so richtig los. Völlig indisponiert wirkte die Astfelder Hintermannschaft und so kam es wie vom Trainer prognostiziert. Das 1:1 in der 65. Minute! Klug, schnell und clever wurde einer der guten Angriffe über die rechte Seite vorgetragen und Arne Hoffmeister hatte zentral vor dem Astfelder Tor keine Mühe mehr den blitzsauberen Pass von Johannes Otto über die Linie zu bringen. Doch es kam noch schlimmer für die Gäste. Nur zwei Minuten später wuchtete Norman Mischke eine Ecke des Trainers, der wegen großer Personalsorgen selbst mitwirken musste, zur viel umjubelten 2:1 Führung ins Netz.
Astfeld antwortete mit wütenden Angriffen, die aber zum großen Teil schon von der Defensivabteilung der Heimmanschaft abgefangen wurden. Wenn es dann doch mal passierte das Astfeld „durch“ war, stand da entweder der wieder gut aufgelegte Torwart Torben Gritzka oder das Aluminium des Tores der Mannschaft zur Seite. Ein am Ende noch nicht einmal unverdienter Heimsieg des TSV Lutter stand nach 92 Minuten fest und jeder einzelne Spieler hatte an diesem Abend eine fantastische Leistung abgerufen.