Unfaire Sprüche und schummelnde Gegner

D-Cup in Ilsede enttäuscht Seesener Beachduo Nicole Faulhaber und Elaine Kuckelkorn­­­

Seesen / Ilsede (AK). Bestens gelaunt und voller Vorfreude waren Nicole Faulhaber und Elaine Kuckelkorn am 9. Juni, als sie bei strahlendem Sonnenschein in ihr fünftes D-Cup-Beachturnier starteten.
Bei angenehmen 20 Grad ging es gegen 13 Uhr für die beiden zum ersten Mal ans Netz. Hier traf man auf bisher unbekannte Konkurrentinnen, die für das eingespielte Duo zwar nicht unbezwingbar erschienen, sich aber doch als nicht zu unterschätzen herausstellten. Nachdem das Ergebnis von 1:1-Unentschieden als Aufwärmphase abgehakt wurde, lief es im zweiten Spiel schon deutlich besser. Die in den vorangegangenen Turnieren erworbene Routine machte sich bemerkbar, so dass die Seesener Volleyballerinnen ihre Gegner mit sicheren Aufschlägen und guter Beweglichkeit im Sand schnell unter Druck setzten.
Im Anschluss an die gewonnene Partie ging es gegen die Gruppenstärksten, zwei Landesligistinnen vom TC Hameln und Blau-Weiß Hemmendorf. Trotz beachtlichen Einsatzes, war in diesem Spiel für Nicole Faulhaber und Elaine Kuckelkorn nichts zu holen. Mit gezielten Schlägen und präzisen Angaben zwangen die erfahrenen Volleyballerinnen das Beachduo wortwörtlich in die Knie. Den Sieg hätte man ihnen auch durchaus gegönnt, wäre auf die Frage, wie das Spiel denn gewesen sei, nicht die überhebliche Antwort: „Naja, wie soll’s schon gewesen sein, wenn keine Bälle zurückkommen?“ gefolgt.
„Egal, darüberstehen!“ hieß die Kuckelkorn’sche Devise, da man sich trotz der Niederlage für das Viertelfinale qualifizieren konnte. Dort punkteten die Vorharzer-Damen noch einmal richtig. Mit einem klaren 2:0 bezwangen sie ihre Gegnerinnen. Als man jedoch im Halbfinale wegen einer unglücklichen Spielkonstellation wieder auf das Landesliga-Doppel traf, wich die Freude sichtlich. Erwartungsgemäß unterlagen die mittlerweile nur noch mäßig motivierten Seesenerinnen auch hier mit enormem Punktabstand.
Ob Spielerinnen aus so hohen Ligen bei einem D- statt C-Cup antreten dürfen, liegt zwar in der Hand des Veranstalters, wer allerdings mit einem hämischen Grinsen angibt, lieber im niedrigeren Turnier anzutreten, weil es dort so einfach sei, zu gewinnen, sollte beim nächsten Mal vielleicht eher nicht zugelassen werden.
Zu allem Überfluss war dann im Spiel um Platz drei der zugeteilte Schiedsrichter schon abgefahren. So mussten Elaine Kuckelkorn und Nicole Faulhaber ihr letztes Spiel ohne Unparteiischen austragen. Man solle sich nicht so anstellen, das würde auch in anderen Cups oft so gemacht. Wenig begeistert, aber im Vertrauen in die Aufrichtigkeit der anderen, willigten sie schließlich ein. Doch wo das Seesener Beachduo fair und ehrlich spielte, zugab, wenn es im Netz war oder ein Ball knapp ins Aus flog, schummelte das gegnerische Team umso häufiger.
Mit einer unverdienten Niederlage und einem keineswegs zufriedenstellenden 4. Platz ging es dann für Nicole Faulhaber und Elaine Kuckelkorn, enttäuscht von der Unsportlichkeit ihrer Konkurrentinnen, nach Hause.