VfL-Akteur wird mit einem Jahr Sperre belegt

Nach Angriff auf Münchehöfer Sportplatz: Fußballkreisgericht zieht Wiederholungstäter aus dem Verkehr

Seesen (uk). Mit einem Jahr Sperre hat das Sportgericht des Fußballkreises Goslar gegen Lutz Fränkel vom VfL Seesen die Höchststrafe verhängt. Fränkel hatte am 22. Oktober während eines Punktspiels des VfLSeesen beim TSVMünchehof den Lutteraner Schiedsrichter Christof Lachnit gewürgt und geschlagen. Fränkel hat bereits angekündigt, keinen Fußball mehr spielen zu wollen. Wohl auch ein Grund, warum von einem Antrag, Fränkel aus dem Fußballverband Niedersachsen zu verbannen, abgesehen wurde. Bereits im Jahr 2007 war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen; auch damals wurde er für ein Jahr aus dem Verkehr gezogen. Wie der Vorsitzende des Sportgerichts, Hans-Joachim Geyer, mitteilte, sei der Angriff „unbeherrscht und unberechenbar“ in brutaler Form erfolgt. Der Unparteiische hatte daraufhin das Spiel abgebrochen und sich in ärztliche Behandung begeben müssen. Fränkel rechtfertigte sein Handeln damit, dass er dauerhaft von den Schiedsrichtern provoziert werde. Das übrigens, so erfuhr der „Beobachter“ am Rande, stimme tatsächlich. So sei der Spieler schon mal mit den Worten „Heute schmeiße ich dich vom Platz“, begrüßt worden. Wenn ihm Unrecht getan werde, müsse er sich zur Wehr setzen. Eine Begründung, die so sicherlich nicht nachvollziehbar ist und selbst die Provokation sei kein Grund, „auszuticken“.
Wie erwähnt, einen weiteren Vorfall wird es wohl nicht mehr geben. Fränkel, der als Torgarant in der Ü40 und der Ersten Mannschaft des VfLSeesen lange aktiv war, will dem aktiven Geschäft den Rücken kehren. Auf ihn wartet jetzt noch ein Schadensersatzklage des Schiedsrichters, der beim Polizeikommissariat Seesen nach dem Vorfall Anzeige wegen Körperverletzung erstattet hatte.
In einem weiterenFall, den das Sportgericht zu bewerten hatte, wurde der SV Union Seesen zu einer Geldstrafe verurteilt. Während eines B-Jugendspiels hatte der Betreuer der Seesener seinTeam aus Protest wegen der „ungerechten Pfeiferei“ des Schiedsrichters vom Platz geholt. Die Punkte aus dem Abbruch-Spiel gegen die JSGHees sind also ebenfalls futsch.