Vorschau des 6. Spieltages der Regionalliga Nord der Herren

Der 6. Spieltag der Regionalliga Nord wird in vier Teilen ausgetragen: Bereits am Donnerstag trennten sich der FC St. Pauli II und der VfB Lübeck torlos unentschieden, am Wochenende folgen sieben weitere Partien, und zu einem späteren Zeitpunkt wird das Duell zwischen dem TSV Weiche Flensburg und Werder Bremen II ausgetragen. Dieses Spiel musste verschoben werden, da derzeit mehrere Bremer Spieler zur U20- Nationalmannschaft abgestellt werden.

FC St. Pauli II – VfB Lübeck 0:0. Die Hamburger - bei denen Lasse Schlüter (vom HSV II) sein Debüt gab – wollten mit einem Heimsieg zur Spitzengruppe aufschließen. Nun bleiben sie als Tabellensechster in Lauerstellung. Der Gast verbuchte mit dem zweiten Punkt in der laufenden Saison dagegen einen Erfolg. Angesichts des schwachen Starts - dem schlechtesten seit 1990 – wird in Lübeck gleichwohl über die Positionen von Trainer Ramazan Yilderim und Sportmanager Ingo Popp diskutiert.

TSV Havelse – Hamburger SV II (Sa., 13 Uhr). Die Niedersachsen belegen mit zwei Punkten aus vier Partien nur den 16. Tabellenplatz - trotz zum Teil guter Leistungen. „Wir waren aus meiner Sicht in allen Spielen die bessere Mannschaft“, so TSV-Trainer André Breitenreiter. Seine Mannschaft habe es allerdings nicht geschafft die Überlegenheit in Tore umzuwandeln. Nun möchte Breitenreiter gegen den HSV II „den Bock umstoßen“. Der Gast reist nach einem ordentlichen Start allerdings als Tabellensiebter an. Mit einem Erfolg in Havelse würde das Team von Rodolfo Cardoso in die Spitzengruppe gelangen. Schließlich ist man gegenüber den meisten anderen Mannschaften mit einem Spiel im Rückstand.

Hannover 96 II – Victoria Hamburg (Sa., 14 Uhr). Der Gastgeber geht als klarer Favorit in das Spiel gegen den Aufsteiger. „Wir haben in den letzten Wochen die Balance gefunden“, sagt Trainer Valeria Ismael zufrieden. Die guten Leistungen des Tabellenzweiten wurden unter der Woche belohnt: Mit Torjäger Deniz Kadah, Jannik Löhden und Willi Evseev standen drei Spieler der Reserve im Profitraining und absolvierten ein Testspiel mit dem Bundesligateam. Beim 8:2 gegen den TuS Celle trugen sich Kadah (3) und Löhden (2) zudem in die Torschützenliste ein. Ganz ohne Selbstbewusstsein reist allerdings auch der Gast aus Hamburg nicht an. Beim 3:2 über Mitaufsteiger Weiche Flensburg gelang der Victoria am vergangenen Spieltag der erste Saisonsieg.

SV Wilhelmshaven – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr). Der Gastgeber geht erstmalig mit David Jahdadic, Neuzugang von NK Domzale (Slowenien), ins Spiel. Während dem SVW sechs Punkte abgezogen wurden, er also mit -2 Zählern das Tabellenende belegt, beklagt der Gast eine sportliche Talfahrt. Die letzten drei Partien des Goslarer SC gingen nämlich alle verloren. Derzeit zerren die Niedersachsen (13.) noch vom guten Start mit vier Punkten aus zwei Spielen. In dieser Woche holte sich das Team von Frank Eulberg zudem Selbstvertrauen, als es anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des MTV Astfeld mit 24:0 beim Kreisligisten gewann.

VfB Oldenburg – Holstein Kiel (So., 15 Uhr). Das dürfte ein sehr spannendes Duell werden: Bei Holstein Kiel, dem Tabellendritten, ist man mittlerweile vollkommen fokussiert auf das Unternehmen Meisterschaft. Selbst der 5:0-Erfolg gegen den BV Cloppenburg stellte die Kieler nicht umfassend zufrieden. „In einigen Situationen gab es Unkonzentriertheiten, die wir abstellen müssen“, meinte Kapitän Rafael Kazior. Der VfB Oldenburg ist derzeit aber nicht minder selbstbewusst. Seit drei Spieltagen sind die Niedersachsen nun umgeschlagen. Ihr sportlicher Leiter Frank Neubarth lobt zwar die “hohe individuelle Klasse“ des Gegners, rechnet sich für den VfB allerdings etwas aus: „Wir können ja auch ein bisschen Fußball spielen.“

BV Cloppenburg – SV Meppen (So., 15 Uhr). Beim Gastgeber hielt man sich nicht lange mit der 0:5-Niederlage in Kiel auf. Trainer Jörg-Uwe Klütz: „Holstein ist nicht unser Maßstab, wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften einfahren.“ Etwa gegen den SV Meppen. Die Emsländer sind als Tabellenzwölfter nur zwei Plätze hinter dem BVC platziert. Sie warten nun bereits seit vier Spieltagen auf einen Sieg.

VfR Neumünster – FC Oberneuland (So., 15 Uhr). Nach drei Siegen zum Auftakt hat der Gastgeber zuletzt etwas von der ganz großen Euphorie eingebüßt. Aber weder die Heimniederlage gegen den Topfavoriten Holstein Kiel (1:4), noch das torlose Unentschieden beim SV Meppen konnten etwas an der insgesamt sehr positiven Situation verändern. „Der VfR Neumünster hat sich bereits einen Namen gemacht“, sagt Peter Moussalli, Trainer des FC Oberneuland. Vor allem die starke Defensive des Gegners werde seine Mannschaft vor Probleme stellen. Weshalb der Bremer Übungsleiter mit einem Punkt schon „sehr zufrieden“ wäre. Im Sturm des FCO steht Neuzugang Edmar Figueira vor seinem Debüt.

BSV Rehden – VfL Wolfsburg II (So., 15 Uhr). Der Gastgeber möchte dem ersten Saisonsieg (4:1 in Lübeck) auf eigenem Platz gern einen zweiten Erfolg hinzufügen. Bislang reichte es in den Heimspielen lediglich zu zwei unentschieden. Auf der anderen Seite ist der VfL Wolfsburg II längst in Fahrt gekommen. Die seit drei Spielen ungeschlagene Reserve um Trainer Lorenz Günther Köstner kletterte nach schwachem Start auf den fünften Tabellenplatz.