Wegen des Sehusafestes: Union-Fußballer kicken schon am Sonnabend

Noch sieglose Kreisliga-Elf braucht unbedingt das erste Erfolgserlebnis

Seesen (pe). Wegen des bevorstehenden Sehusafestes wird das fällige Punktspiel des SV Union Seesen bei der FG Vienenburg/Wiedelah auf Sonnabend, 17 Uhr, vorgezogen. Nach den bisher von Union bestrittenen vier Spielen sieht es recht düster für die Seesener aus. Alle Begegnungen wurden verloren und auch das Torverhältnis von 9:18 Toren spricht für sich. Union steht am Tabellenende und muss nun versuchen, sich so schnell wie möglich aus dieser Region wieder zu verabschieden. Dazu müssen Siege her und so wird Union alles dransetzen, am Sonnabend die ersten Punkte einzufahren. Die bisherigen Gegner gehören zum Kreis der Titelfavoriten, gegen die auch noch andere Teams Federn lassen werden. Insofern könnte man das bisherige Abschneiden als durchaus normal bezeichnen. Besorgt muss man aber darüber sein, wie die Mannschaft sich dabei teilweise präsentierte. Die 18 Gegentore zeugen von einem sehr schlechten Defensivverhalten, während die erzielten neun eigenen Treffer wiederum erkennen lassen, dass die Mannschaft von Trainer Thomas Lewald durchaus auch Torgefährlichkeit entwickeln konnte.
Der Versuch, den Favoriten ein Bein zu stellen, ist gescheitert. Da gibt es nichts zu beschönigen. Obwohl nicht alle Gegner so überragend waren, wie es die Ergebnisse vermuten lassen, am Ende hatten sie die Punkte auf ihrem Konto und Union ging leer aus. Das alles muss die Mannschaft um Kapitän Lars Nitsche jetzt aus den Köpfen verdrängen und sich auf die Gegner konzentrieren, die doch mehr auf Augenhöhe mit Union sind. Dazu gehört zweifellos auch die FG Vienenburg/Wiedelah, die bisher recht ordentlich abgeschnitten hat. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden stehen die Gastgeber auf dem 6. Tabellenplatz. Man darf sicher sein, dass Thomas Lewald seinem Team die richtige Taktik verpasst und der Mannschaft auch klarmachen wird, dass man in Vienenburg nur mit einer absoluten Top-Leistung aller Mannschaftsteile bestehen kann. Natürlich ist die Verunsicherung seiner Mannschaft groß und es besteht die Gefahr, dass man zu schnell zu viel will. Geduld und das Besinnen auf die eigenen Stärken könnte für die Seesener ein probates Mittel sein, um endlich zu Punkten zu kommen. Dazu muss zunächst das Abwehrverhalten gravierend verbessert und die eigene Fehlerquote drastisch gesenkt werden. In der zweiten Halbzeit gegen den GSC war die Mannschaft auf dem richtigen Weg, hier gilt es anzuknüpfen. Mit einer soliden Leistung einen Punkt aus Vienenburg mitzunehmen, wäre in der gegenwärtigen Situation durchaus ein Erfolg für Union.