Wölfe wollen jetzt auch den Spitzenreiter stürzen

Eishockey Oberliga Nord: Heute Abend trifft der EHC auf den Rostocker EC / Sonntag bei denCrocodiles

Braunlage (rk). Es steht alles bereit für ein großes Eishockeyfest! Am heutigen Freitag empfangen die Harzer Wölfe in der Eishockey-Oberliga Nord den aktuellen Spitzenreiter Rostocker EC. Die Braunlager brennen darauf, ihre Siegesserie auch gegen den Tabellenführer fortzusetzen. Beginn im Braunlager Wurmbergstadion ist um 20 Uhr. In ihrer zweiten Wochenendbegegnung sind die Wölfe am Sonntag bei den Crocodiles Hamburg gefordert; Spielbeginn in Farmsen ist um 19 Uhr.
Gegen die Piranhas könnten die Harzer einen gewaltigen Schritt Richtung Meisterrunde gehen. Mit einem Sieg würde sich die Ausgangslage weiter verbessern; in den noch folgenden Heimspielen gegen die direkten Konkurrenten um den zweiten Platz, Timmendorf und Hannover, läge der Druck dann ganz eindeutig bei den Gästen. Für die Wölfe geht es zudem um die Fortsetzung ihrer inzwischen neun Spiele andauernden Siegesserie. „Wir hatten im Dezember eine Bilanz von zehn Siegen und sechs Niederlagen. Keiner hatte uns mehr auf der Rechnung. Jetzt haben wir wieder alles in der eigenen Hand. Die Jungs sollen sich jetzt für diese Leistung belohnen! Und sie sollten von den Zuschauern durch ein zahlreiches Erscheinen belohnt werden!“, sagt ESC-Trainer Bernd Wohlmann im Vorfeld.
Der Klassenprimus aus Ros­tock ist allerdings ein ganz schweres Kaliber, das es aus dem Weg zu räumen gilt. Die beiden Kontingentspieler Petr Sulcik und Karol Bartanus sammelten zusammen bereits sagenhafte 185 Scorerpunkte. Sulcik hat in der Ligawertung und der teaminternen Statistik mit 94 Punkten (51 Tore, 43 Vorlagen) knapp die Nase vorn. Bartanus bringt es „nur“ auf 91 Punkte (42 Tore, 49 Assist). Auch die weiteren Angreifer, etwa Anton Marsall (72 Punkte), Paul Stratmann (68 Punkte) oder Kapitän Jens Stramkowski (60 Punkte), strotzen nur so vor Torgefahr. Dass mit Viatcheslav Kouben­ski und Vitalij Blank zudem zwei der offensivstärksten Abwehrspieler bei den Piranhas agieren, macht die Aufgabe für den ESC nicht leichter. Doch auch der ESC besitzt ein Faustpfand! Die Abwehr muss­te mit bisher 61 Gegentoren die wenigsten der Liga hinnehmen. Mit 37 Toren in den vergangenen drei Spielen unterstrich zudem der Angriff der Wölfe seine Gefährlichkeit; auch Rostock dürfte angesichts der starken Harzer Auftritte in den vergangenen Wochen gewarnt sein.
Fehlen wird den Wölfen gegen die Rostocker auf Grund seiner Schulterverletzung aus dem Timmendorf-Spiel auf jeden Fall Erik Pipp. Wer seinen Platz in der ersten Sturmreihe einnehmen wird, ist noch offen; es gibt verschiedene Optionen. Die Wölfe empfehlen den Zuschauern derweil eine frühzeitige Anreise. Schon ab den Nachmittagsstunden lockt auf dem Großparkplatz die „Braunlager Winterparty“ mit Musik und Spaß, auch nach der Begegnung wird bei der „Winterparty“ weitergefeiert. Durch die Veranstaltung ist allerdings der Großparkplatz nur zu Teilen nutzbar, ein Ausweichen auf die umliegenden Parkplätze teilweise nötig.
Die zweite Begegnung des Wochenendes bei den Hamburg Crocodiles fällt in die Kategorie „unangenehme Pflichtaufgabe“. Einen Ausrutscher dürfen sich die Harzer in der Hansestadt nicht erlauben, soll unabhängig vom Rostock-Ergebnis der Meisterrundentraum weiterleben.