Zweite Niederlage für MTV-Damen

Handball aktuell: Seesens Reserve deklassiert den PSG Peine 04 mit 15:0

Die Handballdamen des MTV Seesen gehen mit gemischten Gefühlen aus dem zweiten Heimspieltag der Saison. Während die erste Damen eine 10:13-Niederlage gegen den HSC Ehmen einstecken musste, trumpfte die Reserve mit einem eiskalten 15:0-Sieg über die PSG Peine 04 und verschaffte sich mit diesem Raketenstart reichlich Respekt bei der Konkurrenz – und das obwohl das Seesener Team nur auf eine Auswechselspielerin zurückgreifen konnte.

Das Team startet in dieser Saison nach wie vor in der vertrauten Regionsklasse. Deswegen sind dem MTV die meisten Mannschaften bekannt. Strukturell musste sie sich keine großartigen Änderungen unterziehen. Der Wechsel von Sandra Nitsche, die eine spielführende Rolle übernahm, wird von der Aufnahme der A-Jugendspielerinnen Clara Dröge, Daria Tappe kompensiert, die ebenfalls in der ersten Mannschaft durch Spielanteile zu praktischen Erfahrungen kommen.
Zudem steht Trainerin Sandra Waligorski in ihrer Position in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung. Aus persönlichen Gründen gibt sie ihr Amt auf, das nun von Miriam Dörrie übernommen wird.
Das Spiel am vergangenen Sonntag stellte sich schließlich als überaus gelungenen Saisonstart für die Damen heraus. Eine überragende Leistung legte zweifellos Torhüterin Sandra Kiehne an den Tag, die in 60 Minuten Spielzeit nicht einen Ball aus dem Seesener Netz fischen musste. Nicht unbeteiligt an dieser Abwehrsensation, die sich fast schon als demütigend für die Gäste aus Peine herausstellte, war das Defensivverhalten der Feldspielerinnen. Auch im Angriff spielte man harmonisch und kam so oftmals über Kreuzbewegungen und Einzelaktionen zum Torerfolg.
Torjägerin Sandra König knüpfte an ihre Leistung aus dem letzten Jahr an und war mit sechs Treffern die beste Schützin des Spiels. Demnach freuen sie sich auf ihr zweites Heimspiel am kommenden Sonntag um 15 Uhr gegen den TSV Hallendorf.

MTV Seesen: Sandra Kiehne (Tor), Maren Hoffmeister (2), Lena Illemann (2), Tanja Nehls (1), Serap Sener (2), Saskia Töpperwien (2), Sandra König (6), Clara Dröge und Samira Weihberg.

Eine Niederlage musste die ersten Damen unter Trainergespann Patrick Kriener und Bernd Fabrytzek hinnehmen. Sie standen dem HSC Ehmen auf eigenem Hallenboden gegenüber und verloren 10:13 (4:3). In Anbetracht der Tatsache, dass die Seesenerinnen lediglich drei von neun Siebenmetern im gegnerischen Eck unterbringen konnten und noch zur Halbzeit mit einem Tor vorne lagen, liegt ihnen diese Partie sehr schwer im Magen.
Doch abgesehen davon sprach Kriener seiner Mannschaft ein Lob aus. Aufgrund einer gut agierenden Seesener Deckung fand Ehmen nur schwer eine Lösung, durch die phasenweise zwischen 5:1 und 4:2 wechselnden Abwehrformationen.
Mit dieser angriffslustigen Defensive war Ehmens Rückraum nahezu vollständig ausgeschaltet. Aus den Fehlern der letzten Spiele hätten sie gelernt und diese reduziert: Folglich wurde konzentrierter im Angriff gespielt. Anspiele an den Kreis und funktionierende Spielzüge führten oft zum Torerfolg oder zu Strafwürfen, die sich an diesem Tag eben nicht als Seesener Vorteil erwiesen.
In der Bilanz wäre ein Sieg über die Mannschaft, gegen die der MTV im letzten Jahr in einem Krimi mit nur einem Tor gewann, durchaus verdient gewesen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die junge Mannschaft auf eine ihrer bedeutendsten Goal-Getterinnen, Gesa Klöppner, verzichten musste. Sie verletzte sich im vergangenen Spiel in einer unglücklichen Abwehrsituation gegen Helmstedt am Knie.
Die endgültige Diagnose ist noch unklar, ein Einsatz der Rechtsaußenspielerin im kommenden Heimspiel um 17 Uhr nach der II. Damen gegen die Reserve des VfL Wolfsburg bleibt offen.

MTV Seesen: Janet Goff (Tor), Imke Fleischmann (1), Karoline Schilling (3), Mareike Kolle (1), Fenja Oelhoff (4), Ann-Kathrin Zeleny, Sandra Nitsche, Saskia Töpperwien, Daria Tappe (1), Lena Illemann.