Fast nur Positives bei Feuerwehr Störy

Dieter Hesse (links) und Wilhelm Probst (rechts) wurden nach über 45 Jahren aktiven Dienst in die Altersabteilung „befördert“.
 
Helmut Ahrenhold (links) ist neuer Gerätewart, Curd-Christian Philips (mitte) für die Atemschutzgeräteträger zuständig. Es beglückwünscht Gruppenführer Lars Meyer.

Neuer Jugendfeuerwehrwart gefunden / Kinderfeuerwehr gegründet / Vier neue aktive Brandschützer

Viele Feuerwehren haben derzeit das Problem, dass die Zahl ihrer Aktiven immer geringer wird. Da macht auch das Stadtgebiet Bockenem keine Ausnahme. Anders sieht es derzeit in Störy aus. Da gab es im vergangenen Jahr gleich vier Neueintritte in den aktiven Dienst. Diese erfreuliche Mitteilung konnte Ortsbrandmeister Eckhard Mävers bei der jüngsten Jahreshauptversammlung bekanntgeben. Kleiner Wermutstropfen: Zwei Brandschützer wurden auch in die Altersabteilung „befördert“. Dieter Hesse und Wilhelm Probst waren beide seit etwas mehr als 45 Jahren aktiv dabei. So steigt die Gesamtzahl „nur“ von 26 auf 28. Trotzdem, in Zeiten der sinkenden Zahlen ein nicht alltäglicher Gegentrend.
Eine weitere gute Nachricht betraf die Jugendfeuerwehr des zweiten Zuges Hary-Störy-Bönnien. Seit einiger Zeit gab es keinen eigenen Jugendfeuerwehrwart mehr. Die wenigen Jugendlichen, die noch ihren Dienst versahen, taten dies gemeinsam mit den Bockenemern. Auch dies hat sich nun geändert. Karsten Treutler von der Haryer Wehr übernimmt diesen Posten. „Er ist bestens dafür geeignet. Immerhin hat Karsten diesen Job schon einmal innegehabt“, freut sich Mävers. Der neue Jugendwart gab dann auch gleich einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation: „Auf dem Zettel hatten wir zwölf Mitglieder. Allerdings waren da auch Karteileichen und einige über 18-Jährige mit bei. Am Ende blieben nur zwei übrig.“ Inzwischen hätten sich aber schon wieder einige angemeldet, sodass die aktuelle Zahl bei neun Jugendlichen liegt, einige weitere hätten Interesse bekundet. „Bis Ende März werden wir noch alle zwei Wochen in Bockenem unseren Dienst ableisten, anschließend dann komplett eigenständig“, blickt er voraus. Den Dienstplan gibt es ebenfalls bei ihm.
Doch das war es immer noch nicht mit den positiven Veränderungen. Am 6. September des vergangenen Jahres hat sich eine Kinderfeuerwehr, die „Löschifanten“ gegründet. Nach der in Bornum und Schlewecke die nun dritte im Stadtgebiet. Carsten Rock wird sie leiten. Zehn Kinder haben sich bereits angemeldet. Immer freitags von 17.30 bis 19 Uhr kommen sie zusammen. Jede der drei beteiligten Ortswehren hat 200 Euro als Startkapital hinzugegeben, die Volksbank ebenfalls 200, die Sparkasse 100 Euro. So konnten bereits einheitliche T-Shirts angeschafft werden. „Aufgrund der immer weiter sinkenden Geburtenzahlen ist eine Kinderfeuerwehr wichtig, um auch den Bestand der Jugendwehr zu sichern. Wir müssen mit der Mitgliederwerbung so früh wie möglich beginnen“, ist sich der Ortsbrandmeister sicher.
In seinem Jahresbericht konnte er von erfreulich wenigen Einsätzen berichten. Ernst wurde es lediglich beim Hochwasser, wo vier Störyer in Bockenem und Rhüden im Einsatz waren. Ansonsten gab es in den vergangenen zwölf Monaten lediglich einige Übungen sowie sonstige Veranstaltungen. Dies sprach auch Bürgermeister Martin Bartölke in seinem Grußwort an: „Die Feuerwehr ist gerade in den kleineren Orten wichtig für die Kulturpflege. Daher müssen wir überall Feuerwehreinheiten erhalten.“ Er wünschte insbesondere der Jugendfeuerwehr alles Gute. Zudem war das Stadtoberhaupt erfreut, dass die neuen Atemschutzuntersuchungen in Goslar so gut geklappt haben. Alle angemeldeten Brandschützer waren auch tatsächlich dort, was er mit einem großen Lob quittierte.
Gruppenführer Lars Meyer berichtete von insgesamt 29 feuerwehrtechnischen Diensten in 2013 und kündigte an, dass dies in diesem Jahr mehr werden würden. Bei den Zugwettkämpfen erreichte Hary-Störy-Bönnien den vierten Rang.
Im Ortskommando gab es eine Veränderung auf dem Posten des Gerätewartes. Steffen Probst, der dieses Amt seit 2005 innehatte, gab es aus beruflichen Gründen auf. Eckhard Mävers setzte bis zu den nächsten Wahlen Helmut Ahrenhold, einer der vier Neuen, ein. In Störy gibt es derzeit fünf Atemschutzgeräteträger, zwei neue werden wohl in diesem Jahr hinzukommen. Curd-Christian Phillips ist auf Zugebene für diesen Trupp verantwortlich. Er möchte Übungen für den ganzen Zug durchführen, denn „im Einsatz müssen wir auch alle zusammen losziehen.“
Ehrungen und Beförderungen gab es bei der Versammlung nicht zu verzeichnen. Diese werden beim großen Fest am 13. und 14. September erfolgen. Mit Ambergautag, 80 Jahre Feuerwehr und 850 Jahre Störy gibt es das Jubiläum gleich im Dreierpack (der „Beobachter“ berichtete). Auf dieses Ereignis blickte der Verantwortliche Dieter Rüdiger schon einmal voraus. Klaus Fethke gab einen nahezu ausgeglichenen Kassenbericht bekannt. Rudolf Schmiele sprach das Grußwort für das Rote Kreuz und überreichte als Geschenk Handschuhe für die Fahrzeuge. Stadtbrandmeister Alfred Schneider berichtete von einem ruhigen Jahr. Im ersten Halbjahr 2014 soll der Feuerwehrbedarfsplan für alle Züge fertig sein. Er musste zudem die nicht so positive Nachricht überbringen, dass immer noch kein Stadtjugendfeuerwehrwart gefunden wurde. Hier sei man weiter auf der Suche.