Drei Ambergauer Vereine diskutieren über Fusion

Maike Baumgart wurde aus dem Vorstand des FC Volkersheim/Schlewecke/Mahlum verabschiedet. Zur Führungsmannschaft gehören jetzt Hermann Flentje, Rüdiger Dörrig, Jürgen Schwarz und Otfried Schwarz (von links).

Versammlung des FC Volkersheim/Schlewecke/Mahlum spricht sich für Fortführung der Gespräche aus

Bis eine Fusion unter Dach und Fach ist, dürfte es mit Sicherheit noch einige Zeit dauern. Aber zumindest haben sich die Mitglieder des Fußballclubs Volkersheim/Schlewecke/Mahlum deutlich dafür ausgesprochen, weitere Verhandlungen in dieser Sache mit der Sportvereinigung Ambergau-Nord und dem FC Ambergau/Volkersheim zu führen. „Ein Zusammenschluss ist eh nur mit einem Juristen machbar, da rechtlich viele Dinge zu beachten sind“, erklärte Dr. Klaus Kaufmann, der für den Fusionsausschuss in der Jahresversammlung einen Bericht abgab.
Vergangenes Jahr hatten die FC-Anhänger bereits Interesse an einer Hochzeit der drei Vereine geäußert. Als äußeres Zeichen wurde der Ausschuss gebildet, der seitdem mehrfach getagt hat. „Wir müssen uns weiterentwickeln. Daran führt kein Weg vorbei“, betonte der FC-Vorsitzende Otfried Schwarz. Vor allem würden sich kaum noch Leute für die unterschiedlichen Aufgaben im Verein finden. Der Ausschuss sollte prüfen, ob eine Fusion Sinn macht, ergänzte Erich Sonnemann. Im Endeffekt müssten dann auch alle Beteiligten dazu bereit sein, die Karten auf den Tisch zu legen. Nur dann sei eine Stellungnahme möglich, ob aus drei eigenständigen Klubs einer gemacht werden kann. Teilweise seien in den Unterlagen Ansprechpartner genannt worden, die gar nicht mehr tätig sind. „Wir müssen auf vernünftiger Basis über das Thema reden. Schließlich machen vor Ort auch verschiedene Parolen und Gerüchte die Runde. Am Ende sind einzig und allein die Zahlen des Kassenwartes maßgebend“, meinte Erich Sonnemann.
Reichlich Diskussionsstoff dürfte die Zuordnung der Mitglieder bieten. So werden aktive Fußballer bei Ambergau/Volkersheim geführt, obwohl sie mal beim FC Volkersheim/Schlewecke/Mahlum ihre Unterschrift geleistet haben. Eine Doppelmitgliedschaft könnte da nach Ansicht des Vorstandes Abhilfe schaffen. „Für weitere Verhandlungen benötigen wir das Mandat aller Vereine, sonst verlaufen alle Gespräche in einer Sackgasse“, hieß es in der Sitzung. Die Mitglieder des FC Volkersheim/Schlewecke/ Mahlum sind sich jedenfalls einig, dass der Fusionsausschuss am Ball bleiben soll.
In seiner Rückschau stellte Otfried Schwarz die Feier des 50. Geburtstages als Höhepunkt heraus. Er bedankte sich beim Festausschuss für die geleistete Arbeit. Der Kreis um Henning Bosse hätte ganze Arbeit geleistet. „Das Fest war ein voller Erfolg“, so der Vorsitzende. Ebenso wurde das Dorffest unterstützt. Die Damengymnastikgruppe würde sich über neue Mitstreiter freuen. Die Laufgruppe veranstaltete anlässlich des Jubiläums einen Ambergaulauf.
Zum großen Bedauern des Vorsitzenden sei die Zahl der Mitglieder rückläufig. Zum Jahresende liegen zehn Abmeldungen vor. 16 Aktive zählt die Gymnastikgruppe, 42 Personen die Laufgruppe. Dazu kommen 170 fördernde Mitglieder. Derzeit sind 126 Fußballer gemeldet, allerdings auf der Habenseite von Ambergau/Volkersheim. Martina Schwalenberg gab einen Bericht über den Jugendfußballclub ab, der positiv in die Zukunft blickt. Zwei neue Mannschaften sind an den Start gegangen. Im nächsten Jahr ist die Fußballschule von Hannover 96 im Ambergau zu Gast. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte Martina Schwalenberg.
Auf der Tagesordnung standen auch Vorstandswahlen. Otfried Schwarz steht weiterhin an der Spitze des FC V/S/M. Hermann Flentje arbeitet als stellvertretender Vorsitzender weiter. Jürgen Schwarz ist dritter Vorsitzender. Rüdiger Dörrig kümmert sich um die Finanzen, das Amt des Schriftführers bleibt zunächst vakant. Für Maike Baumgart, die sich nicht wieder zur Wahl stellte, konnte an dem Abend kein Nachfolger gefunden werden. Wolfgang Bettels und Richard Schrader übernehmen die Kassenprüfung. Volkersheims Ortsbürgermeister Olaf Grönke bedankte sich beim Fußballclub für die ehrenamtlich geleisteten Stunden zum Wohle der Bürger.
Der Vorstand ist auf der Suche nach einem neuen Vereinswirt für das Klubhaus. Die bisherige Pächterin hört nach 16 Jahren aus persönlichen Grünen auf. „Eine Nachfolge steht noch nicht fest“, berichtete der Vorsitzende.